Mein Verein – der BVB

Ja. Mittlerweile kann ich das wohl wirklich so sagen. Eigentlich schon immer habe ich mit dem BVB sympathisiert. So, wie ich die Bayern schon immer abgelehnt habe. Aber Sympathien habe ich auch für Schalke, für Werder und in gewissem Maße auch für Köln.

Der BVB ist „mein Verein“, seit ich Zeit für ihn habe. Seit ich zum Studium ausgezogen bin, alleine in Trier wohne, mir meine Zeit völlig frei einteilen kann, habe ich deutlich mehr BVB-Spiele am Fernseher oder vor dem Laptop verfolgt, und beobachte die Entwicklung des Vereins auch über die anderen, die sozialen Medien, insbesondere natürlich Facebook und Twitter.

Ich bin Dortmund-Fan also etwa seit Anfang 2013. Ich habe keine Fanartikel zuhause, ich war noch nie im Stadion – und ich habe auch kein Bedürfnis danach. Warum bezeichne ich mich also als Fan? Was mich am BVB fasziniert, was mich anspricht, sind die Emotionen, das Gefühl. Zusammenhalt. Der Werbespruch „Echte Liebe“ – ja, er ist ein Werbespruch, er prägt die „Marke BVB“, aber es gibt wohl keinen anderen Verein, auf den er besser passen würde als auf Borussia Dortmund. Und in unserer digitalen Zeit, da reicht ein Internet-Anschluss, reicht ein Facebook- oder Twitter-Account, um schon ganz viel von dieser Stimmung zu schnuppern.

Eine ganz, ganz große Rolle spielt sicherlich auch Jürgen Klopp. Bodenständig, ehrlich wie kaum ein zweiter Trainer, menschlich, herzlich – der passt zum BVB wie die Faust auf’s Auge. Oder Arsch auf Eimer. Das Bild der 11 Freunde, die zusammen Fußball spielen, ist wohl veraltet – wenn es überhaupt je zutreffend war – trotzdem habe ich beim BVB den Eindruck, dass das nicht nur 11 (bzw. noch viel mehr) Einzelkämpfer sind, sondern dass sie ein Team sind, eine Mannschaft und ja, auch Freunde. Und wenn man sieht, wie sich neue Spieler einfügen, wie sie diese Dortmunder Mentalität aufnehmen, verinnerlichen, wenn man einen Spieler, einen Menschen sieht wie Kevin Großkreutz – mag man von ihm denken, was er will, der Mann IST BVB – für mich ist dieser Verein einfach nur Liebe. Rundum – von Hans-Joachim Watzke bis Milos Jojic.

Dieses Jahr habe ich alle Spiele gesehen, die Testspiele im Januar, alle Bundesliga-Spiele und das tolle Pokal-Spiel gegen Frankfurt.
Und ja, heute war ich enttäuscht und ein bisschen sauer: Die Leistung, die die Jungs da heute abgeliefert haben, war schlecht. Hamburg hat nicht schlecht gespielt, ich gönn’s ihnen irgendwie sogar auch, aber mit einem Auftreten wie letzte Woche gegen Frankfurt hätte das Spiel heute auch ganz anders ausgehen können.

Nun denn: Wir reden hier vom BVB. Und so, wie diese Mannschaft sich durch den Herbst und den Winter geschlagen hat, mit einer Verletztenliste, die gefühlt von hier bis Honolulu reichte, es geschafft hat, in der Bundesliga einigermaßen auf Kurs zu bleiben, im Pokal und in der CL zu überwintern – da bin ich sowas von überzeugt davon, dass sie am Dienstag in St. Petersburg, im Hinspiel des CL-Achtelfinales, wieder ein anderes Gesicht zeigen werden.

Echte Liebe – es ist ein Werbespruch und ja, vielleicht ist er ein wenig kitschig. Aber irgendwie doch auch so treffend.

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