Halbzeit!

Nein, ausnahmsweise geht’s hier jetzt mal nicht um Fußball. Sondern um mein Studium.
Halbzeit. Heute endet offiziell das dritte Semester und damit habe ich bereits die Hälfte meines Studiums geschafft. Zumindest des Bachelor-Studiums, das aber ja immerhin schon ein „berufsqualifizierender Studiengang“ ist.

Dass die Zeit so schnell vergeht, hätte ich ehrlich gesagt nicht gedacht. Es kommt mir wirklich nicht wie eineinhalb Jahre vor, dass ich zuhause aus- und nach Trier gezogen bin. Ein großer Schritt war das und ich denke, auch ein richtiger und wichtiger Schritt. Die Zeit seitdem war wechselhaft, aber im Großen und Ganzen war es eine gute Zeit.

Das erste Semester war vor allem Eingewöhnungszeit. An der Uni, im Studium und auch in der Wohnung, in meinem „neuen Leben“. Alleine wohnen, kochen, putzen, quasi die alleinige Verantwortung für das eigene Leben zu haben – das war neu und ungewohnt. Auch wenn ich vorher zuhause sicher nicht unselbstständig war, aber es ist einfach doch ganz was anderes, wenn man dann wirklich auf eigenen Füßen steht und die Verbindung zu den Eltern, der Familie, die meiste Zeit über nur das Telefon ist. Als das erste Semester rum war, ich, so wie jetzt, die Ferien zuhause verbracht habe, war ich schon irgendwie auch ein wenig stolz.

Im zweiten Semester war ich dann „angekommen“. Und da lief’s dann rundherum irgendwie nicht mehr so gut. Die Uni und das Studium war nicht mehr das aufregende Neue, dazu kamen einige Veranstaltungen, die mich nicht so sehr angesprochen haben aufgrund von Inhalten oder Dozenten oder, oder, oder… Insgesamt ging es mir nicht so gut, ich hab mich nicht wirklich wohlgefühlt in meiner Haut, in meinem Leben und war heilfroh, als die letzten Klausuren geschrieben waren und es wieder für ganz lange Ferien nach Hause und auch mit der Familie in den Urlaub ging.

Und dann hatte ich irgendwie auch ein bisschen Bammel vor dem dritten Semester. Wie das wohl werden würde. Und jetzt kann ich sagen: Es war das bisher beste und schönste von allen. Größtenteils sehr interessante Kurse, bei/mit sehr netten Dozenten, mit denen ich gut klarkam (was in Vorlesungen ja auch eher irrelevant ist, aber bei Seminaren, die den Großteil meines Stundenplans ausmachten, wirklich sehr angenehm ist). Zunehmend mehr Kontakt hatte ich auch zu Kommilitonen, auch wenn der sich noch immer hauptsächlich auf die Zeit an der Uni beschränkt, sich nicht auf meine Freizeit ausdehnt. Dennoch war das ein Fortschritt und hat vielleicht auch zur positiven Grundstimmung beigetragen. Dann habe ich noch einen neuen, netten Chor gesucht und gefunden, weiterhin ab und an viel Spaß mit Emma gehabt – und ja, ingesamt mich wieder viel wohler gefühlt in meiner Haut.

Nun ist die Hälfte des Studiums geschafft – und ein Einschnitt, eine Veränderung steht an, denn meine bisherige Mitbewohnerin wird ausziehen. Ich werde hoffentlich jemanden Neues finden, der mit mir in dieser Wohnung zusammen wohnen mag, aber natürlich wird sich sicher einiges verändern. Auf mich kommt damit auch nochmal ein Stück mehr Verantwortung zu, denn statt als Untermieterin sich um nichts kümmern zu müssen, werde ich nun Hauptmieterin der Wohnung sein und mich um so nette Dinge wie Telefon-, Strom-, Gasverträge und ähnliches kümmern dürfen. Aber ich bin recht guter Dinge, dass ich auch das hinbekommen werde und so wieder einen weiteren Schritt in’s eigene, selbstbestimmte Leben machen werde.

Auf die nächsten drei Semester!

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