Vorsätze

Jedes Mal, wenn ich von zuhause wieder nach Trier fahre und der Abschied doch (mal wieder) nicht so leicht fiel, nehme ich mir vor, wie ich die Zeit in Trier gestalten will, was ich machen und erleben will, wie ich sein will. Eigentlich sind diese Vorsätze jedes Mal sehr ähnlich.

Ich habe ein bestimmtes Bild im Kopf, ein Ideal sozusagen, wie ich gerne wäre, was für ein Mensch/eine Frau ich gerne sein würde, wie ich gerne von Anderen wahrgenommen würde. Und das wird insbesondere immer wieder dann „aufgefrischt“ und hervorgeholt, wenn ich mich auf dem Weg nach Trier befinde.

Für dieses Ideal gibt es kein Vorbild. Einige Dinge sind dabei, Charakterzüge vielleicht, die ich an meiner Mama gut finde, aber es gibt niemanden, von dem ich sage, so will ich auch sein. Aber ich weiß ziemlich genau, wie ich sein will, und auch, dass ich diesem Bild oft (noch) nicht entspreche.

Ich möchte effizient und produktiv sein und arbeiten, ich möchte gute Noten und Ergebnisse an der Uni und die dafür notwendige Arbeit möchte ich effizient aufbringen. Soll vor allem heißen: Weniger ablenken (lassen). Wenn ich mich hinsetze, um ganz konkret etwas zu erledigen, dann wird auch nur das gemacht und nicht zehn andere Sachen nebenher.

Ich möchte regelmäßig Sport machen, vor allem in Form von Joggen. Was diesen Punkt angeht, bin ich aber momentan recht zufrieden mit mir. Mal schauen, wie es wird, falls es tatsächlich über längere Zeit sehr warm sein wird im Sommer, denn dann ist Joggen eigentlich nur früh morgens möglich.

Ich will Ausflüge machen, Dinge erleben, meine freie Zeit sinnvoll und auf interessante Art und Weise nutzen und sie nicht einfach vor dem Rechner totschlagen.

Ich möchte insgesamt einfach eine selbstbewusste, verantwortungsbewusste, erfolgreiche, fröhliche, starke,  Frau sein und vor allem auch so wahrgenommen werden.

Ich habe das Gefühl, dass es schon Zeiten gegeben hat, in denen ich diesem (Ideal-)Bild stärker entsprochen habe als momentan. Zumindest rückblickend war ich in der Oberstufenzeit sehr viel organisierter, habe viele Dinge in die Hand genommen und Verantwortung übernommen, vieles organisiert. Das war eine schöne Zeit, nicht nur deswegen, aber auch. Denn es gibt einem ein gutes Gefühl, wenn man merkt, dass man auch (für andere) Dinge organisiert bekommt, dass man produktiv ist und tatsächlich etwas daraus entsteht.

Seit dem Beginn des Studiums und dem Auszug von zuhause, dem Umzug nach Trier, bin ich lethargischer geworden, zumindest kommt es mir so vor. Vielleicht auf Faul- oder Bequemlichkeit, vielleicht auch ein wenig aus Angst, dass, wenn ich mir zu viel zumute, keiner da ist, ich „allein“ dastehe.

Aber jetzt gerade habe ich mir mal wieder ganz konkret vorgenommen das zu ändern. Wenn schon nicht öffentlich, für andere sichtbar, dann doch zumindest für mich selbst, in meiner Arbeit (für die Uni), in meinem (Privat-)Leben will ich organisierter und effizienter sein, meine (Frei-)Zeit besser nutzen, rauskommen und einfach mehr (er-)leben.

Mein Vorsatz für zunächst die Zeit bis zu den nächsten Semesterferien Ende Juli. Mal schauen, was daraus wird.

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