WM im Web – 6

Heute soll es noch einmal um die ARD und das ZDF gehen. Über deren Social TV-Angebote, mit denen sich die WM-Spiele, zum Teil mit allerlei Zusatzfeatures, im Netz gucken lassen, habe ich ja bereits geschrieben.

Heute soll es etwas allgemeiner um die Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Sender im Hinblick auf die WM und insbesondere die deutsche Nationalmannschaft gehen sowie die Kommentatoren der Spiele. Konkret möchte ich hier einiges zeigen und verlinken, was ich an Lesenswertem oder Lustigem zu diesen Themen im Internet gefunden habe. Denn die Reihe heißt ja immer noch „WM im Web“.

Im Grunde seit die WM begonnen hat, rege ich mich innerlich über die Wohlfühl-Berichterstattung von ARD und ZDF auf. Ganz besonders deutlich wird dies bei Gerhard Delling und Katrin Müller-Hohenstein, von ihren jeweiligen Sendern abgestellt, um über die Nationalmannschaft zu berichten. Wenn KMH füßebaumelnd am Pool-Rand sitzt und mit Lukas Podolski plaudert, sich über Joachim Löw’s Jogging-Runden am frühen Morgen wundert und begeistert oder Hansi Flick über den Musikgeschmack des Trainergespanns ausfragt, dann sitze ich vor dem Fernseher und schäme mich fremd.

„Embedded journalists“, nennt Sebastian Weßling das. Er ist Journalist, schreibt für „Der Westen“ über den BVB und hat auf seinem Blog einen wunderbaren Artikel über eben genau die „Haus- und Hof-Berichterstattung“ von ARD und ZDF gepostet, in dem er ziemlich genau das sagt, was auch ich immer wieder denke. Aber weil er das viel schöner ausgedrückt hat, als ich das könnte, spare ich mir mal meine Worte dazu und verweise auf seinen Artikel hier. Ausdrückliche Leseempfehlung (und gerne auch Follow-Empfehlung auf Twitter).
Die Kommentatoren von Fußballspielen sind ja auch abseits von Fußball-Großereignissen wie der WM immer ein allseits beliebtes (Diskussions-)Thema. Sieben Kommentatoren sind in Brasilien dabei, vier für’s ZDF, drei für die ARD (bzw. abgestellt von NRD, WDR und SWR). Und von diesen sieben ist keiner, wirklich keiner, dabei, dem ich persönlich gerne zuhöre.

Die ZEIT hat eine schöne Übersicht veröffentlicht, in der sie jeden der Kommentatoren kurz vorstellen, einen typischen Satz und eine Hörprobe liefern und erklären, welchen Alkoholpegel man braucht, um den Kommentar zu ertragen. Da lohnt es sich definitiv einmal reinzuschauen.

Sehr schön auch diese (satirische) Ausschreibung für die Stelle eines Kommentators, die sich auf der Seite des satirischen „Nacktmagazins“ findet.

Last but not least: Eine wunderbare Möglichkeit, seinem Frust über Kommentatoren Luft zu machen, ist natürlich Twitter (wie Twitter eigentlich immer eine wunderbare Möglichkeit ist, seinem Frust egal worüber Luft zu machen). Hier eine kleine Übersicht von Tweets über Gerd Gottlob, der das Achtelfinal-Spiel Brasilien vs. Chile in der ARD kommentierte, und über Bela Rethy, der selbiges beimGruppen-Spiel Belgien vs. Russland für das ZDF tat.

 

 

 

 

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