Einmal eine neue Orgel, bitte

Die Konstantin-Basilika in Trier hat eine neue Orgel. Endlich, kann man wohl sagen. Schon lange war dieses Projekt geplant, bereits 2006 gab es die Zusage dafür vom Land Rheinland-Pfalz. In den letzten Monaten schließlich ist die Eule-Orgel in der Basilika eingebaut worden. Alle Orgelteile, alle 6006 Pfeifen, wurden dafür Woche für Woche per LKW aus Bautzen herangeschafft. Im Sommer waren dann die Intonateure am Werk und die Basilika für Besucher geschlossen.

Und nun, vor zwei Tagen, am 1. Advent, wurde die Orgel endlich feierlich eingeweiht. Im Gottesdienst am Morgen und bei einem ersten Konzert am Nachmittag konnte man sie zum ersten Mal hören (naja, wir Chormitglieder hatten sie schon in den Wochen zuvor bei den Proben für ebenjenen Gottesdienst hören dürfen).

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Riesig ist sie, diese Orgel, das kann man nicht anders sagen. Auch für die Firma Eule, die sie gebaut hat, eine der größten Orgeln, die sie bisher herstellen durften. 6006 Pfeifen, 6 Werke, 87 Register (bei Interesse hier die komplette Disposition) – da wird es noch einige Zeit dauern, bis wir wirklich alles gehört haben, was diese Orgel zu bieten hat.

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Sehr pfiffig finde ich persönlich ja den mobilen zweiten Spieltisch. Wer schon einmal in der Konstantin-Basilika war, weiß, dass die auch riesig ist. Es würde also sportliche Höchstleistungen erfordern, wollte der Kantor und Organist in einem Gottesdienst Orgel spielen und einen vorne positionierten Chor dirigieren, denn dazu müsste er erstens mehrmals die Wendeltreppe rauf und runter und dann auch noch die gesamte Länge der Kirche überwinden. Der zweite Spieltisch kann an beliebiger Stelle in der Kirche stehen (am Sonntag stand er quasi neben/unterhalb des Altars) und verkürzt somit die Wege des Kantors deutlich.

Den Gottesdienst kann man sich übrigens hier als Podcast anhören bzw. auch herunterladen. (Chor ab 13:17 und ab 44:10) Die Aufnahme gibt den Klang natürlich nicht optimal wieder, aber ich kann sagen: Die Orgel klingt absolut toll! Im Konzert wurden dann auch sehr unterschiedliche Werke gespielt, um die Registervielfalt und die breit gefächerten Klangfarben darzustellen. Die Orgel ist auch bei den leisen Tönen absolut raumfüllend (und der Raum in der Basilika ist groß!) und jederzeit total klar, die einzelnen Farben lassen sich super raushören.

Vor allem aber ist diese Orgel einfach etwas ganz Besonderes! Das ließ sich auch in den Grußworten, die sich an den Gottesdienst anschlossen, u.a. von Malu Dreyer, immer wieder heraushören und das merkt man natürlich insbesondere auch unserem Kantor an, dass er sich sehr freut, ein solches Instrument nun in „seiner“ Kirche zu haben. Und ich finde das alles auch total spannend, habe ja seit April auch die unterschiedlichen Bauzustände immer mal wieder beobachten und miterleben können. So eine Orgel sieht und hört man nicht alle Tage – ich habe ja auch noch die Hoffnung, einmal dort hinauf zu dürfen und mir das mal aus der Nähe anschauen und von dort, aus luftiger Höhe, in die Basilika runterschauen zu können.

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