So sollte Uni sein!

Am Wochenende war ich in der Uni. 2 x 8 Stunden, MPÜ, „medienpraktische Übung“, die dritte und letzte im Laufe meines Bachelor-Studiums. Thema war „Moderation und Information – so klingt modernes Radio“. Nun war Radio ja sowieso noch nie so mein Fall und nachdem ich auch bereits eine wirklich furchtbare (weil furchtbar langweilige) MPÜ hinter mir hatte, hatte ich ehrlich gesagt keine allzu großen Erwartungen an diese Veranstaltung, wollte sie hinter mich bringen und abhaken.

Ich wusste, dass als Dozenten Leute vom SWR3 kommen würden, da ich aber nicht (mehr) viel SWR3 höre, sagten mir die Namen im Vorfeld gar nichts und ich ging von irgendwelchen Redakteuren aus, die mehr im Hintergrund arbeiten. Letztlich waren es dann ein Nachrichtensprecher und ein Moderator, vor allem letzterer war einigen der anderen Teilnehmer auch durchaus bekannt, und die ganze Veranstaltung war unglaublich informativ, kurzweilig und immer wieder auch sehr lustig.

Den Herren Dozenten hat man den Spaß an ihrem Beruf angemerkt und auch den Spaß daran, uns davon zu erzählen. Hauptthemen waren, wie schon im Titel der Veranstaltung erkennbar, das Schreiben und Sprechen von Nachrichten und Moderationen, was wir dann natürlich auch tun durften/mussten. Also, eine Nachricht schreiben und aufnehmen, eine Moderation schreiben und aufnehmen. Zumindest Letzteres war überhaupt nix für mich – es mangelte schon an kreativen Ideen, dann an der richtigen Schreibe (schreiben zum Sprechen) und dann an einer unterhaltenden Präsentation.

Davon abgesehen, hat diese Veranstaltung mir persönlich, die ich Radio eigentlich immer ausgeschlossen habe, doch ein wenig Lust auf und Interesse an Radio vermittelt. Ob ich jetzt zwingend später beim Radio arbeiten will, weiß ich noch immer nicht – aber zumindest hätte ich jetzt Lust, mir das alles mal noch genauer anzusehen. Und natürlich habe ich auch einfach viel mehr darüber gelernt – und zwar nicht aus theoretischer Sicht, wie funktioniert das technisch, Radio ist ein blindes Medium, welche Wirkung hat es auf die Rezipienten, bla bla – sondern aus der Sicht von denjenigen, die das tagtäglich machen. Die eben nicht nur die Hauptthemen (s.o.) behandelt haben, sondern immer wieder kleine Geschichtchen und Anekdoten aus ihrem Arbeitsalltag erzählt haben, die alle Fragen beantwortet haben (auch dreimal dieselbe), die erzählt haben, wie sie selbst zum Radio gekommen sind, die Tipps geben konnten für Praktika oder den Berufseinstieg.

Und neben ganz viel Input, ganz viel neuem Wissen, habe ich in dieser Veranstaltung auch wieder gelernt: Es macht so einen Unterschied, ob du einen Praktiker oder einen Theoretiker vor dir stehen hast. Nun würde ich mir ja selbst widersprechen, wenn ich sagen würde, so muss Uni immer sein. Ich weiß, dass an einer Universität der Fokus auf Theorie liegt, dass man an eine FH gehen sollte, wenn man wirklich praxisnahe Veranstaltungen erwartet. Das ist auch gut und wichtig so und manchmal kann auch Theorie interessant sein und Spaß machen. Aber es könnte ganz sicherlich nicht schaden, wenn auch an der Uni öfter solche praxisorientierten Veranstaltungen angeboten würden. Denn die, die ich bisher gehabt habe (und ich habe den Großteil meines BA-Studiums hinter mir), die kann ich wirklich an einer Hand abzählen. Vielleicht muss Uni nicht immer so sein, aber sie dürfte es ruhig öfter mal versuchen.

Außerdem gab es an diesem Wochenende Schnee. Der hatte natürlich ein denkbar schlechtes Timing, denn wenn man so in der Uni (fest-)sitzt, hat man halt nicht so viel davon. Und es war sogar schöner Schnee, Schneemann- und Schneeball-geeignet. Aber immerhin ein paar Schneebilder konnte ich machen, allerdings auch nur mit dem Handy:

20150124_150629 20150124_173437
Samstag

20150125_095006 20150125_095030
Sonntag

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