British Drama – Call The Midwife

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Ich habe einige Zeit überlegt, ob ich „Call The Midwife“ in dieser Reihe überhaupt mit aufnehmen soll. Denn diese Serie hat mich noch nicht wirklich gepackt und so habe ich bisher auch nur mickrige vier Folgen der ersten Staffel gesehen. In Großbritannien ist diese BBC-Serie der absolute Renner: Mit 10,89 Millionen Zuschauern in Folge vier der ersten Staffel überholte „Call The Midwife“ ITVs „Downton Abbey“ als die Serie mit den meisten Zuschauern in der ersten Staffel. Mit dem Durchschnitt von 10,47 Millionen Zuschauern in der zweiten Staffel, war/ist die Serie das mit Abstand beliebteste „UK Drama“ und lag/liegt rund 2 Millionen über der durchschnittlichen Zuschauerzahl für diesen Sendeplatz (Sonntagabends, 20 Uhr britischer Zeit). Die letzte Folge der vierten Staffel wurde am vergangenen Sonntag ausgestrahlt: 10,128 Millionen Zuschauer schalteten ein, damit erzielte BBC1 den „Tagessieg“.

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So ganz schlecht kann diese Serie also nicht sein und das würde ich auch nie behaupten. Aber bei mir hat’s diesbezüglich noch nicht gefunkt – ich werde aber nicht aufgeben ;-)

In „Call The Midwife“ geht es um eine Gruppe von Nonnen und Hebammen/Krankenschwestern, die in den 50er- und 60er-Jahren im Londoner East End wohnen und arbeiten. Im Nonnatus House, einem Kloster, leben die Nonnen und Hebammen zusammen und versorgen die Bewohner des zutiefst sozial und finanziell benachteiligten Stadtteils Poplar. Mit dem Fahrrad besuchen sie ihre Patienten zuhause, zeichnen verantwortlich für Schwangerenvor- und -nachsorge, Geburtshilfe und andere pflegerische Tätigkeiten.

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Die Serie beginnt mit der Ankunft der gerade fertig ausgebildeten Krankenschwester und Hebamme Jenny Lee, die ob der Tatsache, in einem Kloster zu wohnen und zu arbeiten, zunächst leicht überrascht, und ob der Armut, die in dem Viertel herrscht, zutiefst geschockt ist. Doch schnell akzeptiert sie die Situation und versucht den Menschen mit allem, was ihr möglich ist, das Leben zu erleichtern.

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Sehr unterschiedliche Persönlichkeiten treffen in Nonnatus House aufeinander und viele verschiedene Themen kommen auf den Tisch. Die ganze Serie ist sozialkritisch angelegt, beleuchtet die Umstände der working class in dieser Zeit und begleitet gesellschaftliche wie medizinische/geburtshilfliche Neuerungen und Entwicklungen.

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Während in Großbritannien bereits eine fünfte Staffel in Auftrag gegeben wurde, läuft die Serie, man mag es kaum glauben, in Deutschland auf ServusTV.

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Die Charaktere sind, so unterschiedlich sie sind, alle großartig gezeichnet und ausnahmslos alle haben ein gutes Herz, wenn es auch bei einigen ein wenig tief vergraben liegt. Die Schauspieler sind großartig, darunter die bereits vor zwei Wochen erwähnte Jessica Raine (Wolf Hall), Miranda Hart (Miranda), Jenny Agutter (The Avengers), Pam Ferris (Rosemary & Thyme, Harry Potter und der Gefangene von Askaban) und viele weitere.
Ich werde auf jeden Fall noch weitere Versuche starten, um zu sehen, ob ich mit dieser Serie nicht doch noch warm werde.

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