Ein Blick zurück, ein Blick nach vorn.

Einen Jahresrückblick? Jetzt noch? Ja, ich finde, das geht. In den Tagen „zwischen den Jahren“ habe ich so gut wie keine Zeit am Computer verbracht und diese nahezu internetlose Zeit sehr genossen. Einen kurzen Blick zurück auf das mittlerweile vollständig abgelaufene Jahr 2015 möchte ich dennoch werfen.

Alles in allem war 2015 ein wirklich gutes Jahr. Das erst einmal vorweg. Es war auch stressig, hektisch und anstrengend, aber es war ein gutes Jahr. Ich habe mein letztes halbes Jahr im Bachelor in Trier absolviert, was durchaus noch einige Herausforderungen bereithielt. 2 Hausarbeiten im Februar/März, nach dem Sommersemester zwei Klausuren und über allem die Bachelor-Arbeit, die nicht nur fristgerecht fertig werden musste, sondern auch möglichst vor Oktober fertig werden sollte.

Da ich nach den Weihnachtsferien in Trier ein Auto zur Verfügung hatte, habe ich die Gelegenheit genutzt, auch die Umgebung noch ein wenig näher zu erkunden und einige Ausflüge zu machen. Aber auch auf dem Fahrrad war ich das ein oder andere Mal unterwegs.

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Zu Ostern war ich natürlich zuhause. Ebenso in den Pfingstferien und an einem Juni-Wochenende, an dem ich Freitagnachmittags ein Vorstellungsgespräch für ein Praktikum bei Arminia Bielefeld hatte. Fast wäre ich zu spät gekommen, denn die zweieinhalb Stunden eingerechnete Zeit für 80 Kilometer erwiesen sich für die Tages- und Uhrzeit doch als ziemlich knapp. Aber letztlich war ich gerade noch so pünktlich und nur wenige Tage später wusste ich dann, wo ich ab Oktober meine Zeit verbringen würde und konnte auf Wohnungs- bzw. WG-Suche in Bielefeld gehen. Das bevorstehende Praktikum war ein schönes Ziel, um die letzten Meter des Studiums so motiviert und erfolgreich wie möglich abzuschließen.

Im Sommer war es ganz schön heiß – und ich saß zum Teil mit heruntergelassenen Rollläden am helllichten Tag in meinem Zimmer und habe entweder gelernt oder geschrieben. Bis Ende August war ich in Trier, so lange war ich noch nie nach der Vorlesungszeit da geblieben. Dann bin ich für das Familientreffen nach Hause gefahren und habe der Bachelor-Arbeit im September in Ibbenbüren den letzten Schliff gegeben.

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Dienstags habe ich die Arbeit abgegeben, am Mittwoch bin ich nach Bielefeld „gezogen“ (Zwischenmiete sei Dank brauchte ich keine Möbel mitzunehmen) und am Donnerstag fing das Praktikum bei Arminia an. Das ging doch alles ziemlich schnell und holterdipolter – so richtig bewusst geworden, dass ich da doch einen nicht ganz unwichtigen Abschnitt absolviert hatte, ist mir das alles erst, als ich im Dezember mein Zeugnis in der Hand gehalten habe.

Meine ersten wirklichen Erfahrungen in der Arbeitswelt (4-Wochen-Praktika, wie ich sie vorher absolviert hatte, kann man damit einfach nicht vergleichen) waren sehr lehrreich. Und zugleich hat es mir unheimlich viel Spaß gemacht. Die Heimspiele waren sicherlich Höhepunkte, aber auch das ganz „normale“ Tagesgeschäft war nie langweilig. Auch wenn ich tatsächlich unterschätzt habe wie es ist, jeden Tag 8 bis 9 Stunden am Stück außer Haus zu sein und letztlich meine ganzen Freizeit- und auch Blogpläne nicht wie erwartet in die Tat umsetzen konnte, hat mir das Arbeiten unheimlich viel Spaß gemacht.

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Sehr genossen habe ich, von Bielefeld aus viel schneller mal für ein Wochenende oder sogar nur einen Abend nach Hause fahren zu können. Geburtstage im Familien- und Freundeskreis mitfeiern zu können, ohne viel Aufwand und Packen quasi „eben so“ fahren zu können, erst am Sonntagabend statt spätestens am -mittag wieder abfahren zu können. Eine angenehme Abwechslung nach drei Jahren mit mindestens 5 Stunden Fahrzeit in eine Richtung.

Und schwupps, war die Zeit auch schon vorbei. Zum ersten Mal überhaupt war ich in diesem Jahr an meinem Geburtstag nicht zuhause – was aber sowieso nicht schlimm war und dann noch viel weniger, als das Zuhause (bzw. ein Teil davon) überraschend am Abend zu Besuch kam.

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Und dann war Weihnachten – war nicht gerade erst Ostern gewesen? Die Weihnachtstage und die Zeit zwischen den Jahren war herrlich entspannend. Familienbesuch, viel (zu viel) Essen, Spielen, Musik, Plätzchen, viel Familienzeit. Zum Abschluss der Ferien hatten wir am letzten Samstag einen „family date day“, mit Besuch des Phantoms der Oper in Oberhausen und anschließendem Essengehen zuhause. Das war ein gemeinsames Weihnachtsgeschenk unserer Eltern für alle vier Kinder und auch sich selbst – und es war ein unglaublich schöner Tag. Ich weiß gar nicht, wann wir zuletzt zu sechst alleine etwas unternommen haben. Ich habe den Tag jedenfalls sehr genossen.

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Dieses Jahr ist gefühlt so schnell vergangen wie noch nie eines zuvor. Und es war ein gutes Jahr – über 2014 habe ich das schon gesagt und 2015 hat, jetzt am Ende rückblickend betrachtet, da doch noch eine Schippe draufgelegt.

Ich bin gespannt, was 2016 wohl bringen wird. Auf jeden Fall vermutlich wieder jede Menge Veränderungen, denn geplant ist jedenfalls, ab Oktober wieder hauptamtlich Studentin zu sein. Das bedeutet wohl eine neue Uni und einen weiteren Umzug, eine weitere neue Stadt. Zunächst habe ich jetzt aber noch drei Monate hier in Bielefeld bei einem weiteren Praktikum. Für die Zeit ab April gibt es noch keine (konkreten) Pläne, darum muss ich mich als nächstes kümmern. Ein halbes Jahr lang Nichtstun ist bestimmt nicht mein Fall.

Für 2016 wünsche ich mir eigentlich nur eine Fortsetzung des vergangenen Jahres. Mit vielleicht ein bisschen weniger Stress und Hektik und mehr Zeit für Hobbys und den Blog, und ein bisschen besser organisiert zu sein, um mehr von dem unterzukriegen, was ich mir vornehme.

Frohes neues Jahr!

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