Ein Wochenende voll Essen und Musik

Am Wochenende war ich zum ersten Mal seit … Jahren wieder auf einem Probenwochenende. Ende Februar steht die Johannes-Passion mit der heimischen Kantorei in der heimischen Gemeinde auf dem Plan. Da ich nicht jeden Donnerstag zu den Proben kommen kann, war das Probenwochenende Pflicht.

Die Kantorei war dieses Jahr schon zum vierten Mal in der Katholischen Akademie Stapelfeld einquartiert und ich wusste schon im Vorfeld ein wenig, was uns dort erwarten würde: Leckeres Essen, ein Schwimmbad und natürlich gemütliches Beisammensein am Abend. Am Freitag habe ich also am Mittag schon Feierabend gemacht, bin erst nach Hause und von dort dann mit meiner Mutter nach Stapelfeld gefahren – da wir einen kleinen „Umweg“ gemacht haben, war es leider nichts mehr mit „vor dem Abendessen noch schwimmen gehen“. Dafür hatte ich unverhofft ein Einzelzimmer, da die Zimmernachbarin krank war und nicht teilnehmen konnte. Auch nicht schlecht.

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Nach dem Essen am Abend fand die erste Probe statt, anschließend saßen wir alle im „Atelier“ bei Getränken und Knabbersachen zusammen. Und so ging es im Grunde auch das gesamte Wochenende weiter: Die Proben wurden sehr regelmäßig von Mahlzeiten oder zumindest Kaffee- und Keks-Pausen unterbrochen. Oder vielleicht war es auch anders herum ;-)

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Da es am Morgen erst spät hell wurde, entschieden wir uns Samstag und Sonntag jeweils nur für Schwimmen statt Laufen (und Schwimmen) vor dem Frühstück. Dazu war das Wetter am Samstag grauselig, mit Dauerregen fast den ganzen Tag lang, bis dann gegen 17 Uhr doch noch der Himmel aufbrach und es zum ersten Mal sowas wie hell wurde. Das war auch gar nicht so schlecht, denn abends ging es für ein paar Stunden zurück nach Ibbenbüren auf einen „hundertsten“ Geburtstag. Allzu lang blieben wir dort allerdings nicht, denn erstens war die Lautstärke auf der Feier nicht allzu gesund für unsere Stimmbänder, die ja bereits anderweitig strapaziert wurden, zweitens durften wir nicht zu spät wieder zurück sein in Stapelfeld, sonst hätten wir unter Umständen die Nacht im Auto verbringen müssen.

Das Wochenende war in mehrfacher Hinsicht sehr produktiv: Ich persönlich habe das Gefühl, jetzt deutlich besser gerüstet zu sein für das Konzert als vorher, denn für sich allein üben und zweimal an einer Samstagnachmittagsprobe teilzunehmen, ist einfach doch nicht so effektiv, wie zweieinhalb Tage lang konzentriert mit dem Chor zu üben. Außerdem wurden während der Proben und in den Pausen endlich die Socken fertig, die als verspätetes Weihnachtsgeschenk dann schließlich am Sonntagnachmittag Bruder 3 übergeben wurden.

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Es war herrlich, ein Wochenende lang sich um nichts mehr Gedanken machen zu müssen, als pünktlich zum Essen und zu den Proben zu erscheinen, nicht kochen zu müssen, zu singen, viele nette Gespräche zu führen (auch, wenn ich gefühlt hundertmal vom abgeschlossenen Studium, den Praktika und den weiteren Plänen erzählt habe). Zusammen mit dem Frühsport und dem Luxus eines Einzelzimmers war dieses Probenwochenende fast ein wenig wie Wellness. Und jetzt freue ich mich sehr auf die Aufführung der Johannes-Passion, die mir nach einem Wochenende intensiver Beschäftigung mit ihr noch einmal besser gefällt.

Johannes-Passion
© Ev. Kirchenmusik Ibbenbüren

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