Trip to London – Day 2

Wie angekündigt, berichte ich heute, was wir an unserem zweiten Tag in London gesehen und erlebt haben. Nach dem Frühstück machten wir uns mit der Tube auf in Richtung St. James‘ Park und Buckingham Palace, wo wir um 11. 30 Uhr die Changing of the Guards miterleben wollten. Natürlich waren wir nicht früh genug da, um einen Platz zu finden, von dem man wirklich gut sehen konnte. 20160527_111420

Beeindruckt war ich vor allem von dem riesigen Aufwand, der dort betrieben wird. Unzählige Absperrungen und Polizisten zu Fuß und auf Pferden sorgten dafür, dass alle Zuschauer auf den vorgesehenen Plätzen blieben. Und es wimmelte nur so vor Menschen, dass man hätte glauben können, diese Zeremonie fände nur einmal im Jahr statt. Tatsächlich wiederholt sich die Changing of the Guards aber jeden Tag.

Wir blieben nicht bis zum Ende, da wir das Geschehen hinter dem Zaun nicht richtig sehen konnten und es einige Zeit dauerte, bis außerhalb wieder etwas passierte. Stattdessen bahnten wir uns, nachdem wir zwei Wachtruppen aufmarschieren gesehen (und unter den weiteren Besuchern ein Ibbenbürener Lehrer-Ehepaar entdeckt) hatten, einen Weg durch die Menschenmassen und schlenderten ein wenig durch den St. James’s Park.

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Auf der Brücke über dem Teich bewunderten wir kleine, flauschige Wasserhuhn-Küken…

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… und machten unzählige Fotos. Auch wenn wir natürlich nicht die Einzigen dort waren, war es sehr angenehm dort im Grünen und nach dem Gedränge vor dem Palast.

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Wir verließen den St. James’s Park auf der anderen Seite und gingen durch den Admiralty Arch zum Trafalgar Square. Auch auf der gesamten Mall standen überall Absperrungen bereit und die gesamte Straße war mit Union Jacks geschmückt. Ob das noch Überbleibsel von der Parlamentseröffnung in der Woche zuvor waren, Vorbereitungen für die Trooping of the Colour zwei Wochen später oder ob das einfach immer so ist, konnten wir nicht herausfinden.

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Den Trafalgar Square mag ich einfach gerne. Die Löwen-Statuen, der Springbrunnen, Nelson’s Column, dieser Platz ist für mich einfach typisch London. Und auf den Stufen und dem Vorplatz der National Gallery ist immer was los, sind Künstler und Akrobaten unterwegs, ähnlich wie in Paris beispielsweise vor Sacré Coeur.

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Unser Ziel war das Lunch time concert in der Kirche St.-Martin-In-The-Fields direkt neben Trafalgar Square. Jeden Montag, Dienstag und Freitag finden dort um 1 Uhr mittags kurze Konzerte statt. Der Eintritt ist kostenlos, nur am Ausgang wird um eine Spende zum Erhalt der Kirche gebeten. Wir hörten eine junge Pianistin aus Kasachstan, die etwa 45 Minuten lang Werke von Schumann und Ravel spielte.

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In der Krypta der Kirche gibt es ein Café, in dem wir nach dem Konzert eine Kleinigkeit aßen. Verschiedene Salate, Suppe, Sandwiches, einfache vegetarische und fleischhaltige Gerichte und Nachtisch, für jeden Geschmack etwas dabei. Außerdem kann man auch im Innenhof der Kirche sitzen und Kaffee trinken. Als wir dort waren, war die Bedienung dort jedoch etwas überfordert und so verzichteten wir auf einen Kaffee und gingen stattdessen in Richtung Covent Garden.

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Ich mag ja diese typischen englischen Straßen und Häuser sehr. Mit Covent Garden verbinde ich ja unter anderem vor allem „My Fair Lady“, doch der Film von 1964 wurde nicht vor Ort, sondern in einem Filmstudio in den USA gedreht. Covent Garden und die Markthallen selbst waren natürlich leider sehr überlaufen, sodass wir nur einmal schnell durch- und außen und um das Royal Opera House herumgegangen sind.

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Zu Fuß sind wir anschließend weitergegangen bis zur Tube-Station Tottenham Court Road, wobei die Ecke leider eine ziemliche Baustelle war, und sind bis Marble Arch gefahren. Von dort aus ging es in den Hyde Park und an der Speaker’s Corner gab es dann eine kleine Kaffee- und Schokoladen-Pause und ein wenig Erholung für die doch schon ziemlich müden Füße.

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Das Wetter war weiterhin wunderbar warm und sonnig und so war der Park auch durchaus gut besucht. Auf dem Weg zur Toilette kamen wir an einer Gruppe junger Männer vorbei, die mit nacktem Oberkörper auf der Wiese Volleyball spielten. Dass die Engländer schon bei den ersten Sonnenstrahlen ohne Socken und in kurzen Hosen herumlaufen, ist ja nichts Neues, doch diese Gruppe stellte sich beim Näherkommen als Deutsche heraus. Erfolgreiche Integration, würde ich mal sagen.

Aus dem Park heraus, spazierten wir ein wenig durch den wunderschönen Stadtteil Mayfair, ehe wir uns wieder aufteilten. Zwei Familienmitglieder wollten ins Handel House Museum, den Rest zog es zur Oxford Street. Ich wollte gerne Selfridges besuchen, der jüngste Bruder „shoppen“. So ganz hat er während des Wochenendes jedoch nicht verstanden, dass es in einer Stadt wie London keine „Innenstadt“ wie bei uns zuhause mit Läden wie H&M und C&A gibt.

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Selfridges sieht von außen wunderbar alt und genauso aus wie in der Serie – von innen überhaupt nicht mehr. Der gesamte Laden ist hochmodern, alles glänzt und blinkt und an jeder Ecke und in jeder Abteilung stehen mehrere, schick gekleidete Angestellte. Shoppen in Selfridges ist sicherlich auch heute ein Erlebnis, wenn auch ein anderes als in der Zeit der ITV-Serie Mr. Selfridge.

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Die Oxford Street an sich ist laut und voll und vermutlich ein Ort, den die meisten Londoner eher meiden. Mir gefielen die kleinen Seitensträßchen dann doch um einiges besser.

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Als wir wieder zu Fünft „vereint“ waren, begaben wir uns noch zum British Museum, was wir schließlich „von hinten“ betraten, was uns kurzzeitig verwirrte. Viel weiter als in die Eingangshalle schafften wir es aber nicht, weil wir nach diesem langen Tag schlichtweg zu kaputt und zu hungrig für einen Museumsbesuch waren. Wir liefen ein wenig durch die Straßen um das Museum, weil wir eigentlich gedacht hatten, abends vielleicht irgendwo „aushäusig“ zu essen. Aber da es schon recht spät war und uns nichts so recht in’s Auge fiel, wo für jeden von uns etwas dabei gewesen wäre, entschieden wir uns letztlich dafür, in’s Hotel zurückzufahren und dort zu Abend zu essen.

Der Bericht von unserem dritten und letzten Tag in London folgt am kommenden Sonntag.

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