Was machst du eigentlich den ganzen Tag – 10/2016

An jedem fünften eines Monats ruft Frau Brüllen mit der Frage „Was machst du eigentlich den ganzen Tag“, oder kurz WMDEDGT, zum Tagebuchbloggen auf. An manchen Tagen frage ich mich das auch, immerhin bin ich seit einem halben Jahr mehr oder weniger ohne Beschäftigung (das ändert sich ja bald). Aber heute war tatsächlich ein recht produktiver Tag und weil ich früh genug darauf gestoßen bin, dass heute ja mal wieder der fünfte ist, mache ich zum zweiten Mal mit.

8:10 Uhr:
Verschlafen. Mich treiben momentan ja eher selten Termine aus dem Bett, dennoch versuche ich eigentlich, um 7 Uhr aufzustehen. Heute habe ich den Wecker scheinbar ignoriert. Ich mache mich schnell fertig, frühstücke, und sitze dann etwas später als geplant am Computer.

9 Uhr:
Als erstes durchforste ich WG-gesucht nach neuen potentiellen WG- und Wohnungs-Anzeigen. Ich beantworte Mails, entwerfe und veröffentliche einen Facebook-Post für eine Seite, die ich betreue, und aktualisiere eine Übersicht auf einer Homepage des gemeindlichen Ferienhauses.

10:55 Uhr:
Ich mache mich auf in die Stadt. Bei der Post gebe ich ein Retouren-Paket ab, flitze schnell zu Fielmann rein, wo meine Brille gerichtet wird, und habe eine längere Einkaufsliste für dm dabei.

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11:40 Uhr:
Zuhause stelle ich nur schnell die volle Satteltasche ab, tausche Fahrrad gegen Auto und fahre zur Apotheke. Bei der Postenbörse schaue ich, ob aus den aktuellen Woll-Angeboten was für mich dabei ist (4 Knäuel Sockenwolle erstehe ich schließlich) und muss dann bei Lidl noch Zutaten für Nudelsalat und Eierlikörkuchen besorgen, die wir für den Start in den Urlaub morgen noch zubereiten wollen.

12:45 Uhr:
Die zu kühlenden Einkäufe werden verräumt, dann geht’s an’s Kochen. Zucchini-Hackfleisch-Pfanne mit Reis gibt es heute – für zwei, denn Bruder 3 isst mittwochs in der Schule. Nach dem Mittagessen schnell die Küche gemacht, dann brauche ich dringend einen Kaffee.

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14:10 Uhr:
Mit dem setze ich mich dann erneut vor den Computer. Eine WG lädt zur Besichtigung ein, aber erst ab Freitagmittag, wenn wir schon auf dem Weg in den Urlaub sind. Ich schreibe eine Mail und frage, ob ich wohl auch heute oder morgen schon vorbeikommen könnte. Dann erledige ich einige Dinge für meine Mutter. Außerdem richte ich auf meinem Tablet das neue Uni-Mail-Konto ein, damit ich eventuelle wichtige Mails auch im Urlaub abrufen kann. Ich entwerfe einen weiteren Post für die Facebook-Seite der Gemeinde, für dessen Fertigstellung ich aber noch auf das Okay für die Verwendung eines Fotos warten muss.

17:15 Uhr:
Ich setze mich noch einmal auf’s Rad, weil ich bei der Sparkasse Geld einzahlen muss. Bei der Filiale um die Ecke stelle ich fest, dass ich doch zur Hauptstelle in der Stadt fahren muss. Ich war mir sicher gewesen, dass auch bei der kleinen Filiale neulich noch ein Einzahlautomat gestanden hatte.

17:45 Uhr:
Ich mache mir den dritten und letzten Kaffee für heute und spreche mit Bruder 3 über den Stoff für die anstehende erste Klassenarbeit im Differenzierungsfach am Freitag. Was er mir erzählt, ist für mich alles neu, da er ein anderes Fach gewählt hat als ich damals, aber es klingt sogar recht interessant. Dann lernt er weiter und ich gehe eine Etage höher auch wieder an den Schreibtisch. Ich erledige vier Überweisungen und beginne mit diesem Post, komme allerdings noch nicht wirklich weit.

18:50 Uhr:
Zeit für’s Abendessen. Außerdem mache ich die Kaffeemaschine sauber und bereite nach dem Essen schon die wichtigsten Dinge für’s Frühstück morgen vor. Aus dem Wohnzimmer begleitet mich dabei Saxofon-Musik live.

19:50 Uhr:
Dieser Post wird fortgesetzt. Außerdem beginne ich einen zweiten, den ich nach Möglichkeit auch noch vor dem Urlaub online haben möchte.

20:40 Uhr:
Weit bin ich nicht gekommen: Ein gewisser junger Herr benötigt Unterstützung beim Rauslegen von Klamotten für den Urlaub. Dann ruft meine Mutter an, der ich zugesagt hatte, sie nach einer Sitzung in der Stadt abzuholen. Ich koche Tee und Brühe für das Krankenlager und fülle eine Wärmflasche.

21:15 Uhr:
Endlich. Zeit für gemütliche Klamotten, Sofa, Tee und „Great British Bake Off“, mein momentanes Standard-Mittwochabend-Programm. Dabei stricke ich ein paar weitere Reihen meiner Pullover-Ärmel.

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22:00 Uhr:
Das Fernsehprogramm wird fortgesetzt mit dem Staffel-Finale von „Our Girl“. Und danach werde ich in’s Bett gehen. Morgen ist ein neuer, voller Tag – ohne Tagebuchbloggen.

 

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