British Drama – Our Girl

Ja, es geht weiter. Es geht weiter. So viele britische Serien hatte ich vor drei Jahren aufgelistet, die auf meiner to-watch-Liste standen, und tatsächlich habe ich mittlerweile viele davon gesehen und immerhin vor jetzt auch schon wieder mehr als zwei Jahren auch drei davon hier verbloggt. Mittlerweile sind natürlich viele weitere sowohl auf die to-watch- als auch auf die gesehen-Liste dazu gekommen. Heute geht es um „Our Girl“, von der in dieser Woche das Finale der 3. Staffel ausgestrahlt wurde. Die Erinnerungen zumindest an diese Staffel sind somit gerade noch recht frisch. „British Drama – Our Girl“ weiterlesen

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Fünf Fragen am Fünften – Juni

Im Mai habe ich mal ausgesetzt – es war einfach zu viel los und die Fragen zwar sehr interessant, aber nicht ganz so einach zu beantworten. Und um lange darüber nachzudenken, fehlte mir die Zeit. Jetzt im Juni bin ich aber sehr gerne wieder dabei, bei Nics Reihe „Fünf Fragen am Fünften“. „Fünf Fragen am Fünften – Juni“ weiterlesen

‚Tantchen‘ BBC

Vor kurzem (na gut, schon Mitte Oktober – ich habe im Moment leider einfach zu wenig Zeit für den Blog) erschien auf dem Online-Auftritt der Süddeutschen Zeitung ein Essay über die BBC. Mein Lieblingssender – ich habe mich ernsthaft mal mit dem Gedanken getragen, meine Bachelorarbeit auf die ein oder andere Art über die BBC zu schreiben. Ich schaue mindestens genauso viel BBC wie deutsches Fernsehen und habe hier auch schon die ein oder andere BBC-Serie verbloggt. „‚Tantchen‘ BBC“ weiterlesen

Spoiler alert

Not in this post, don’t worry.

Last week I started to watch „Broadchurch“ after having heard much about it. (I’ll be resuming my series of „British Drama“ on the blog soon, I’ve got a few additions by now.) I watched the first episode and was almost shocked when I heard David Tennant speak for the first time. I’m not a „Doctor Who“ fan and the fourth Harry Potter film which he stars in I’ve watched in German so I was assuming he was English which he very obviously is not. I’d never heard a (Scottish) accent like his, it’s really hard for me to understand a word of what he is saying.

So I checked Wikipedia to make sure Tennant really is Scottish and not something else (he is) and then I skimmed through the Wikipedia article concerning „Broadchurch“, reading up a bit on the other actors and the show itself. 2 minutes later I wished I hadn’t. The article on „Broadchurch“ is the first one I’ve come across that gives away who the murderer is. No point in continuing to watch a crime drama when you already know who did it, or is there?

Well, in this case there is. At first I was quite disappointed and felt like someone had stolen something from me – the „joy“ of guessing who might’ve been capable of murdering the eleven-year old Danny in that calm village of Broadchurch was gone. But really, the show is so very brilliant that it doesn’t matter much that I now know who did it. I’m now four episodes in and the show still is very intriguing. Everyone there seems to have some sort of secret or at least behaves very misteriously. Danny’s mother, Danny’s father, Danny’s sister and her boyfriend, DS Ellie Miller’s son who went to school with Danny, the man who runs the local news agent, a woman living in a caravan at the coast, even the vicar. Not to mention that DI Alec Hardy is a very special character himself. And finding out more about these people is just as interesting as seeing the case evolve and (hopefully) get solved.

So: Big recommendation at this point to watch „Broadchurch“ if you haven’t seen it yet. Big disappointment over whoever wrote the Wikipedia article on it that they explicitly stated who the murderer is.

(And of course there’s a second series and I won’t be making the same mistake twice, that’s for sure.)

Das Spiel beginnt – wirklich!?

Nach dem Ende von „Wetten, dass…“ testet das ZDF auf dem Sendeplatz am Samstagabend aktuell verschiedene Formate. Der erste Test ging am vergangenen Samstag über die (Show-)Bühne: Mit „Das Spiel beginnt“ konnte das ZDF quotenmäßig ganz ordentliche Zahlen verbuchen, die Kritiken fallen jedoch zum Teil vernichtend aus.

Wieso? Nun, viele hatten die Show wohl schon im Vorhinein abgeschrieben. Einen ganzen Abend lang einem Team von Kindern dabei zusehen, wie sie gegen ein Promi-Team Gesellschaftsspiele spielen, moderiert von Johannes B. Kerner, der alleine wohl schon bei vielen für’s Umschalten sorgen würde, unterstützt von Emma Schweiger – ja, einem 12-jährigen Mädchen – als Co-Moderatorin – kann das überhaupt was werden?

Wenn man während der Sendung den Hashtag #dasSpielBeginnt auf Twitter verfolgte, konnte man nur zu dem Schluss kommen: Nein, kann es nicht.

Und in dasselbe Horn wie der überwiegende Teil der Twitterer blasen heute auch Spiegel Online, die Süddeutsche, die Welt, und vermutlich viele weitere mehr. Lediglich die FAZ lässt das ein oder andere gute Haar an der Show.

Ja, und wie war es jetzt tatsächlich? Ich muss sagen, ich fand es gar nicht so schlecht. Auch ich war von der Ankündigung, man mache eine Show mit Brett- respektive Gesellschaftsspielen, ein wenig irritiert, habe mir die Sendung dann aber eben genau aus dem Grund angesehen, um zu erfahren, wie das denn wohl funktionieren wird. Und ich meine, es hat funktioniert. Gut, Kai Pflaume als Moderator wäre mir lieber gewesen, oder meinetwegen Jörg Pilawa (nur schade, dass die beide bei der ARD sind), aber Kerner ist mir dann doch noch lieber als Markus Lanz. Emma Schweiger war eine glatte Fehlbesetzung – auch, wenn ich die Idee, einer jungen zweiten Moderatorin für grundsätzlich gar nicht so schlecht halte. Aber sie hätte zum einen viel stärker miteinbezogen werden müssen, zum zweiten wäre es schön gewesen, wenn sie einigermaßen flüssig und fehlerfrei vorlesen kann und zum dritten hat sie einfach überhaupt keine (freundliche) Ausstrahlung (das muss sie von ihrem Vater haben).

Die eingeladenen Promis – nunja, darüber lässt sich immer streiten und letztlich hängt es wohl davon ab, ob man sie mag oder nicht. Veronica Ferres mag ich nicht, Hans Sigl war sehr sympathisch und ist toll mit den Kindern/Gegnern umgegangen, Bülent Celyan ebenfalls, Kostja Ullman blieb (leider!) ein bisschen blass. Nena, die als „Expertin für Luftballons“ zwischendurch einmal reinschaute und auch ihren neuen Song präsentieren durfte, war zwar aufgedreht wie eh und je, schien aber ebenfalls einen guten Draht zu den Kindern zu haben, deren Team sie unterstützte.
Die Kinder fand ich nicht übertrieben arrogant, sie waren teils ein wenig unsicher, teils aber auch sehr selbstbewusst, was aber jeder, der in irgendeiner Form schonmal mit Kindern zu tun hatte/hat, auch hätte sehen können/müssen, anstatt sie als überheblich abzukanzeln.

Die Spiele waren eine Mischung von wirklich klassischen Spielen wie „Memory“, „Mikado“ oder „Spitz“, pass auf und „etwas“ „moderneren“ wie „Looping Louie“ oder „Rush Hour“. Es spielten in der Regel ein bis drei Vertreter jedes Teams, wobei die Promis sich selbst melden durften, die Kinder jeweils von Kerner aufgerufen und wohl schon im Vorhinein ausgewählt worden waren. Bei einigen wurde Technik zuhilfe genommen, „Memory“ bspw wurde elektronisch auf dem Studioboden gespielt, mit Karten, die sich durch Draufhüpfen umdrehten, viele in vergrößerter Version nachgebaut („Looping Louie“, „Rush Hour“, „Spitz, pass auf“), „Mikado“ und „Vier gewinnt“ wurden dagegen in Originalgröße bespielt.

TV/ Das Spiel beginnt!

 

Zwischendurch gab es immer mal wieder Längen, „Trivial Pursuit“ beispielsweise zog sich ziemlich, andere Spiele gingen erfreulich schnell und unkompliziert über die Bühne. Insgesamt dauerte die Show, die sich ja wohl hauptsächlich an Familien richten soll, erheblich zu lange: Erst um 23.15 Uhr war Schluss – was bedeutet, dass Eltern mit kleineren Kindern entweder den ganzen Sonntag unleidliche, weil unausgeschlafene Kinder ertragen oder einen Kampf um das Zubettgehen trotz noch nicht beendeter Sendung ausfechten mussten. Eine Stunde kürzer, mit weniger Spielen oder schnelleren Spieldurchläufen, hätte der Show sicherlich nicht geschadet.

Dass die Sendung auf Twitter durchfiel, ist eigentlich kein Wunder, wenn man sich anschaut, wer der übliche Twitternutzer ist. Ich glaube, diese Show funktioniert am besten bei Familien mit Kindern zwischen 5 und 12-14. Bei älteren Kindern ist dann das gemeinsame Fernsehgucken mit den Eltern am Samstagabend doch sowieso schon fast verpönt. Meine Eltern und ich haben uns jedenfalls streckenweise sehr gut amüsiert, der Rest war auch solide Unterhaltung – Bruder 3 (fast 12) fand’s so schlecht, denke ich, auch nicht, aber das auch zuzugeben, ist ja nochmal was anderes. Für diese Zielgruppe, wie gesagt, dürfte die Sendung dann aber auch gut und gerne mindestens 45 Minuten kürzer sein.

Wenn man mit schon vorgefertigter Meinung eine Sendung anguckt, dann kann das nichts werden, das stimmt wohl. Vielleicht muss man sich manchmal aber auch einfach darauf einlassen. Mit einigen Veränderungen kann ich mir diese Show schon dauerhaft im ZDF vorstellen. An die Hochzeiten von „Wetten, dass“ wird sie wohl nie rankommen, aber ganz ehrlich, die Frage ist doch, ob man das mit irgendeiner Show überhaupt noch schaffen könnte!?

Das nächste Format, das das ZDF testen will, hat seine Premiere ausgerechnet am 1. April: In „Das große Schlüpfen“ kann man live dabei zuschauen, wie Riesenschildkröten und andere Tiere ihre Eier ausbrüten. Ich wage nicht, irgendwelche Prognosen abzugeben. Kann das klappen?

British Drama – Mr. Selfridge

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British Drama – ein wenig irreführend könnte der Titel vielleicht sein, denn die Hauptperson bei Mr. Selfridge, die der Serie ihren Titel verleiht, ist Amerikaner. Aber der Rest stimmt – die Serie spielt in London, alle weiteren Personen neben der Familie Selfridge sind Engläner (na gut, einen Franzosen gibt es da noch und einige italienisch-stämmige Charaktere) und Drama gibt es jede Menge.

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Mr. Selfridge basiert auf der Biografie „Shopping, Seduction & Mr. Selfridge“ von Lindy Woodhead, denn Harry Gordon Selfridge ist eine wahre Persönlichkeit, der Gründer von Selfridges, dem nach Harrods zweitgrößten Kaufhaus in London. Ich schreibe das hier so deutlich, weil ich von diesem Kaufhaus vor dieser Serie noch nie etwas gehört hatte. Und die Sendung brauchte eine Weile, bis ich wirklich von ihr begeistert war – vielleicht auch wegen des amerikanischen Akzents der Hauptfigur – aber jetzt bin ich auch hiernach süchtig. Großartige, größtenteils (mir) unbekannte Schauspieler (Amanda Abbington ist dabei, die John Watsons Ehefrau Mary in BBC’s „Sherlock“ spielt), tolle Frisuren und Kleidungen und spannende Geschichten.

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Die Serie beginnt 1908. 1909 gründet Selfridge das Kaufhaus in London und möchte Shoppen zu einem Abenteuer machen. Hauptzielgruppe sind die Frauen, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts immer mehr Freiheiten haben, aber auch immer neue Beschäftigungen für ihre freie Zeit brauchen. Die Ware wird ausgelegt, sodass die Kunden alles anschauen und begutachten können – eine absolute Neuheit für diese Zeit. Mit verschiedenen Events, Ausstellungen und immer wieder neuen grandios dekorierten Schaufenstern versucht Selfridge, die Aufmerksamkeit zunächst vor allem der Oberschicht, später auch der weniger gut-Betuchten auf sein Geschäft zu lenken und ist dabei in höchstem Maße erfolgreich.

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Nun ist die Serie aber in keinster Weise nur ein trockenes Beispiel für gute Geschäftsideen. Denn wie bereits gesagt, Drama gibt es jede Menge und dafür ist nur ab und an das Geschäft zuständig. Viel öfter ist es Familie Selfridge, denn nicht nur Harry Selfridge ist von Amerika nach London ausgewandert. Seine Frau Rose und die vier Kinder, drei Töchter und Sohn Gordon, sowie seine Mutter sind mit ihm gekommen – was Harry Selfridge aber nicht davon abhält, jüngeren, erfolgreichen und attraktiven Frauen schöne Augen und den Hof zu machen und danach, als wäre nix gewesen, zu seiner Frau in’s Bett zu kriechen.

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So kommt es immer wieder zu Streitigkeiten innerhalb der Familie, die allerdings, wenn es drauf ankommt, dann doch immer zusammenhält. Ebenso ist es mit den Angestellten bei Selfridge’s, die ebenfalls durch die Staffeln hinweg begleitet werden. Mr. Crab, der stets um die Finanzen des Geschäfts besorgt ist, Mr. Grove, Chef über das Personal, Miss Mardle und diverse andere „head of departments“, Agnes Towler, die eine ganze Weile lang zwischen ihren Gefühlen für Victor Colleano und Henri Leclerc hin- und hergerissen ist.

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Der erste Weltkrieg ist eine wichtige Epoche, in der Selfridge’s erneut für Erstaunen sorgt und neue Wege geht: Weil viele junge Männer in den Krieg ziehen (wollen), werden Frauen an ihrer Stelle für die anstrengende Arbeit in den Lager- und Verladeräumen eingesetzt – und nach dem Krieg, als die Arbeiter wieder zurückkehren, arbeiten Frauen und Männer Seite an Seite, jedenfalls für einige Zeit. Selfridge’s ist ein Vorreiter in vielen Dingen und seiner Zeit oft ein klein wenig voraus. Nichtsdestotrotz wird die Zeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts wunderbar wiedergespiegelt und Shopping wird (indirekt) zu einem neuen Erlebnis auch für den Zuschauer, der ja solche Kaufhaus-Erfahrungen heutzutage eher weniger noch machen kann.

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Die Serie läuft aktuell auf ITV 1 in der dritten Staffel (jeweils Sonntags um 22 Uhr), am 22. Februar wird die fünfte Folge ausgestrahlt.

Zitate:
Not too neat and tidy. Pile them up! I want Treasure Island in here.

We are going to dazzle the world.

It might be my name on the door. But behind that door, you are the ones that matter.

British Drama – The Musketeers

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Ganz große Liebe – das sind auch The Musketeers. Erneut eine BBC-Serie, deren 1. Staffel 2014 einschlug wie eine Bombe. Vermutlich aus diesem Grund läuft aktuell bereits die 2. Staffel: Freitags 22 Uhr (deutsche Zeit) auf BBC 1 (übermorgen läuft die fünfte von zehn Folgen).
„The Musketeers“ beruht nicht direkt auf den Erzählungen von Alexandre Dumas, nimmt aber deren Geist auf, wie die BBC schreibt. Selbstverständlich sind alle „wichtigen“ Personen vorhanden: Die vier Musketiere, Aramis, Athos, Porthos und d’Artagnan, Captain Tréville, der die Musketiere befehligt, Kardinal Richelieu, Milady de Winter sowie König Louis XIII und Königin Anne.

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Wie sich das für die Musketiere gehört, gibt es viele Kämpfe und andere Scharmützel (für meinen Geschmack z.T. ein wenig zu viele), aus denen selbstverständlich immer die Musketiere siegreich hervorgehen. In jeder Folge steht einer der Vier besonders im Vordergrund, in der Regel, weil er sich, wissentlich oder unwissentlich, in Schwierigkeiten bringt. Die anderen Drei setzen alles daran, den Namen des Freundes reinzuwaschen und ihn zu befreien. Also getreu dem Motto „Einer für alle, alle für einen“.

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Was mich an dieser Serie so überzeugt, sind, ich muss es einfach so nennen, diese tollen Männer! (Und ich gehe davon aus, dass der grandiose Erfolg der Serie zum größten Teil diesem Umstand geschuldet ist). Aramis und d’Artagnan sind sehr, sehr ansehnlich, noch dazu klug, charmant und eben wahre Gentlemen.

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Athos ist mehr so der geheimnisvolle Typ: Der Zuschauer weiß, dass er mal mit Milady de Winter verheiratet war, eine Tatsache, die ihn immer wieder mal in Schwierigkeiten bringt, seine Kumpanen haben davon jedoch keinen Schimmer.

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Porthos ist ein bärenstarker, durch und durch ehrenvoller und loyaler Mann, der es aus der alleruntersten Schicht stammend bis zu einem Musketier gebracht hat. Keiner der Vier zweifelt an einem der anderen, egal, welcher Verdacht gerade im Raum steht, und der Zusammenhalt ist wohl ihre größte Stärke.

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Dazu kommen aber auch noch ein gewisser Witz, Frauen, die ihren männlichen Gegenparts mehr als ebenbürtig sind, ein unfähiger König, der Kardinal und seine Rote Garde bzw. Rochefort in der 2. Staffel als Gegenspieler der Musketiere, gute „Storylines“ und all das sorgt für wirklich runde Folgen und sehr gute Unterhaltung.

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Zitate:
Milady de Winter: Musketeers don’t die easily.

d’Artagnan: I’m looking for Athos.
Athos: You’ve found him.
d’Artagnan: Prepare to fight, one of us dies here.
Aramis: Now, that’s the way to make an entrance.

Athos: Nothing more we can do for him.
Porthos: No point in all of us getting arrested.
Aramis: He knows the Musketeer motto: Every man for himself!

All for one. And one for all.