Meinungsfreiheit vs. Stallorder

In diesen Tagen wird in ganz Europa über die Meinungsfreiheit diskutiert. Wie wichtig sie ist und dass man sie verteidigen muss. Nach dem Attentat auf die Redaktion der Zeitschrift Charlie Hebdo in Paris heute vor einer Woche wurden allerorts Schilder mit der Aufschrift „Je suis Charlie“ präsentiert, auch auf Facebook und Twitter wurde dieser Spruch als Hashtag wohl bald millionenmal geteilt. Um sich zu solidarisieren mit den Machern der Zeitschrift und um für Meinungsfreiheit einzustehen.

Auch der FC Bayern postete ein Bild mit der Aufschrift „Je suis Charlie“. Gesendet aus Doha, Katar, was ja schon für die ersten belustigten Kommentare sorgte. Katar, Menschenrechte und so….
Am Montag dann fand die Verleihung des Ballon D’Or für den Weltfußballer des Jahres statt. Nominiert waren Cristiano Ronaldo, Lionel Messi und Manuel Neuer. Und genau in dieser Reihenfolge haben sie abgeschnitten, Neuer landete also auf dem 3. Platz.

Stimmberechtigt bei der Wahl zum Weltfußballer sind Trainer und Kapitäne der Nationalmannschaften sowie ausgewählte Journalisten. Und da ist nix mit geheimer Wahl, die komplette Liste, wer wen gewählt hat, wird hinterher von der FIFA veröffentlicht.
Und siehe da, Aufschrei, Robert Lewandowski hat, als Kapitän der polnischen Nationalmannschaft, seinen Teamkollegen Manuel Neuer nur auf Platz zwei hinter Cristiano Ronaldo gewählt.

Natürlich wurde das ganz schnell publik. Natürlich ist die Wahl eine freie Wahl, also jedenfalls in der Theorie. In der Praxis sieht das dann wohl doch des Öfteren so aus:
https://twitter.com/infosmessi/status/554700179031343104

So weit so gut. Ist doch schön, wenn Lewandowski dieser „Stallorder“ (der Begriff wurde gestern auf Twitter geprägt und ich finde ihn überaus passend) nicht gefolgt ist und stattdessen objektiv gewählt hat (zumindest einigermaßen objektiv). Ja, schön – nur die Bayern finden das nicht so klasse.
Gestern Mittag gab es dann einen Bericht im Kicker, laut dem Lewandowski gesagt haben soll, er bereue die Wahl von Ronaldo, das sei ein Fehler gewesen. Jetzt würde er ganz klar Neuer wählen.

Nanu? Bereut er das wirklich selbst oder „wird er bereut“? Eigentlich ist Lewandowski kein Typ, der zu seinen einmal getroffenenen Aussagen und Entscheidungen nicht auch später noch steht.
Es folgte der Auftritt von Matthias Sammer, der dann doch recht deutlich klar macht, wie viel man bei den Bayern tatsächlich von Meinungsfreiheit hält: „Wir haben darüber gesprochen, er hat es ja auch öffentlich schon korrigiert, dass er Manuel als Nummer eins sieht. Dementsprechend ist das auch okay“ (laut Sport1). Lewandowski habe unüberlegt gewählt, zwischen Tür und Angel. Also quasi aus Versehen. Aber weil er in Wahrheit ja Neuer als Nummer eins sieht, verzeihen wir ihm das mal. Was anderes als diese Sichtweise kommt ja sowieso nicht in Frage.

Auftritt Lewandowski: Gestern Abend auf Twitter schrieb er auf polnisch: „Ich bin mir bewusst, wen ich gewählt habe. Und dafür werde ich mich nicht entschuldigen!“ Und sein Berater erklärte, Lewandowski sei falsch zitiert worden, es wäre eine Frechheit, was der Kicker sich da erlaubt habe.

Man könnte lachen, wenn es nicht irgendwo doch auch traurig wäre. So viel also von Seiten der Bayern zur hoch gelobten und stark diskutierten Meinungsfreiheit. Die unterstützt man zwar – aber doch bitte nicht in den Reihen des eigenen Teams, da wird bitte nur schön das gedacht, was einem von oben vorgesetzt wird.

Fazit? Lächerlich.

Die Mannschaft – Die PR des DFB

Heute vor einer Woche, am 2. Januar, lief zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr „Die Mannschaft“ im Ersten. Im Vorfeld konnte man ja schon einiges über den Film erfahren, im Kino konnte man ihn anschauen und an dem Trailer, mit Thomas Müller im Dirndl, kam auch niemand so wirklich vorbei. Ich habe den Film auch gesehen. Und meine Meinung deckt sich mit der vieler Journalisten, die bereits nach der Kinopremiere am 10. November ihr Urteil über den Film gefällt haben.

Der Film ist nix weiter als PR. Von einem Dokumentarfilm kann man hier nicht einmal mehr sprechen – denn ein Dokumentarfilm hat das Ziel, die Zuschauer zu informieren, Wissen zu verbreiten. In „Die Mannschaft“ erfährt man nichts, was man nicht schon wusste und nichts, das man sich nicht auch hätte denken können. Auch als Porträt würde ich den Film nicht bezeichnen wollen, denn ein Porträt bedeutet für mich, alle Seiten einer Person oder eben einer Mannschaft zu beleuchten. Auch das schafft der Film nicht. Das Ziel dieses Films kann einzig und allein lauten, den Zuschauer noch einmal einzulullen in die „Wir sind Weltmeister“-Stimmung vom Juli und sich selbst, also die FIFA, den DFB und eben die Männer-Nationalmannschaft so positiv wie nur irgend möglich darzustellen.

Das nennt man auch Imagefilm. Oder eben PR. Schade nur, dass diese PR-Aktion nur diejenigen begeistert,  die sowieso von der Mannschaft begeistert und noch völlig vom „Weltmeister“- und „4gefühl“ beseelt sind – den Rest nervt sie nur noch. Und nervig sollte PR nun wirklich nicht sein.

In „Die Mannschaft“ sieht man: Busszenen. Fährszenen. Kabinenszenen. Spielszenen. Trainingsszenen. Im Grunde ist es eine Aneinanderreihung der Videos, die man schon während der WM auf DFB-TV sehen konnte. Teilweise wirken diese Szenen wirklich einschläfernd, es hätte mich nicht gewundert, auch das Video der Darts-spielenden Durm und Ginter dort zu finden, das an Unverbindlichkeit und Eintönigkeit wirklich kaum noch zu überbieten ist.

Unterbrochen werden diese Sequenzen von mehr oder weniger informativen oder erheiternden Interviews mit „rein zufällig“ ausgewählten Personen. So kommen dort die „Schönredner“ (man könnte, weniger nett, auch Laberköpfe sagen) zu Wort wie Löw, Bierhoff und Müller, diejenigen, die man „von Amts wegen“ bzw. wegen ihrer Rolle in der Mannschaft interviewen muss, so Lahm, Khedira, Schweinsteiger und diejenigen, die wegen bestimmten Situationen während der WM auch mal im Fokus standen, Mertesacker und Kramer. Alles in allem also die üblichen Verdächtigen. Warum fragt man nicht einen Kevin Großkreutz oder Erik Durm, wie sie die WM von der Bank aus erlebt haben, einen Mario Götze, was in ihm vorging, als er nach dem Finalspiel mit Reus‘ Trikot über den Rasen lief.

A propos Reus: Groß war der Jammer, als er sich am Tag vor der Abreise verletzte und so die WM verpasste (und ja, das war wirklich ein Jammer). Groß waren die Beteuerungen, er gehöre trotz allem zur Mannschaft, er sei auch mit Weltmeister geworden. Genauso, wie davon mittlerweile nix mehr zu hören ist (Zitat aus einem Artikel auf dfb.de: „7 Weltmeister und Reus“), kommt seine Verletzung, kommt die ganze Person Reus in dem Film nicht einmal vor. Der Unfall bei der Werbeaktion mit Mercedes im Trainingslager in Südtirol wird immerhin thematisiert, aber nur ganz kurz, wohl genauso kurz, wie man damals der Mannschaft Zeit gelassen hat, sich damit zu beschäftigen, denn, so Bierhoff, man durfte sich dadurch jetzt auch nicht zu sehr aus der Konzentration rausbringen lassen. Sind ja auch bloß zwei Menschen schwer verletzt worden, was ist das schon gegen eine Fußball-WM. (Sind diese Personen, ist der Unfall eigentlich in den Medien später noch einmal thematisiert worden? Wie geht es den Menschen jetzt, haben sie in irgendeiner Weise eine „Entschädigung“ oder ähnliches bekommen?)

Überhaupt Bierhoff. Bierhoff bestimmt und dominiert den ganzen Film und lässt keinen Zweifel daran, welch großen Anteil er an dem Erfolg der Mannschaft hatte. Er hat das Campo Bahia erdacht, an diesem Fleck, wo, aber das wird natürlich nicht erwähnt, Dörfer versetzt bzw. abgeriegelt und Regenwald abgeholzt wurde, um das Luxus-Camp und einen Trainingsplatz aus dem Boden zu stampfen. Aber es war ja so wichtig, es hat den Teamgeist gefördert, man hat da genau die richtige Entscheidung getroffen. Auf der anderen Seite beklagt er die Reisestrapazen, der die Spieler ausgesetzt waren. Nun ja – vielleicht hätte man doch keinen so abgelegten Ort wählen müssen!?

Bierhoff war es auch, der vor nicht allzu langer Zeit in einem Interview mit der WELT die ständige Selbstdarstellung einiger Spieler mit Selfies und Profilen in Sozialen Netzwerken beklagte. Er finde das übertrieben und überflüssig. Was ist „Die Mannschaft“ anderes als Selbstdarstellung, als Selbstinszenierung? Bierhoff erklärt, „Die Mannschaft“ sei noch authentischer, noch näher dran als das „Sommermärchen“ von Sönke Wortmann 2006. Für mich gab es genau zwei authentische Momente, wo ich mich ansatzweise „nah dran“ gefühlt habe. Das war der Moment, in dem Kramer, nicht schön, aber selten, auf der Fähre „When You Say Nothing At All“ anstimmt. Und das waren die Feier-Szenen im Bus und im Hotel nach dem Finalsieg. Alles andere hatte man, so oder so ähnlich, im „Sommermärchen“ doch auch schon gesehen und Szenen, wie diese hier aus dem Sommermärchen, eher private Aufnahmen, aus der Freizeit, von den Abenden, gibt es quasi fast nicht. Auch die Momente, wo es nicht so glatt gelaufen ist, die wären interessant zu sehen: Nach dem Unentschieden gegen Ghana, wie war da wohl die Stimmung? Oder dem katastrophalen Achtelfinal-Spiel gegen Algerien. Mertesackers Interview kennen wir alle schon, wie sah es denn beim Rest der Mannschaft aus? Das hätte ich gerne gesehen, das wäre authentisch gewesen, auch die weniger glanzvollen Momente zu zeigen. Aber so, nah dran? Da habe ich mich „näher dran“ gefühlt, wenn ich Podolskis Aktivitäten bei Twitter und Instagram verfolgt habe.

Der Film ist von der DFB und der FIFA – und natürlich zensiert. Sagt Lukas Podolski. Und wenn ich sehe und höre, wie der Schweinsteiger rumdruckst, als er erklärt, warum er in der Szene am Pool Blatter für die Vergabe der WM nach Brasilien dankt, dann frage ich mich, wie viel davon echt ist und ob ihm da nicht eher Worte in den Mund gelegt wurden, um eine Szene zu erklären, die der FIFA sicherlich gut gefällt, die aber vielleicht auch völlig anders oder einfach gar nicht ernst gemeint war. Dass bei der Feier nach dem Titelgewinn die Chefs der beiden größten Sponsoren, von adidas und Daimler, dick im Bild auftauchen, überrascht da schon gar nicht mehr.

Dieser Film ist nicht authentisch. Er ist auch nicht nah dran. Er ist PR, ein Imagefilm, nicht einmal besonders gut gemacht, und er gefällt sicher all denen gut, die sich ein Stück „Weltmeisterstimmung“ zurückholen wollen. Ich finde, es darf jetzt dann auch mal Schluss sein – mit der Weltmeisterstimmung und dem Weltmeistergerede, den immer gleichen Jubelbildern aus Rio und Berlin. Und mit dem einfach nur noch nervigen „Auf Uns“ von Andreas Bourani, der WM-Hymne, die in dem Film natürlich auch nicht fehlen darf.

Falls ihn jemand verpasst hat oder noch einmal sehen möchte:
10. Januar, 18.25 Uhr, ARD
11. Januar, 22 Uhr, rbb
11. Januar, 23.30 Uhr, NRD
Nicht in der ARD-Mediathek.

Ein Interview über ein Interview: Mertesacker und Büchler

Ich habe noch keinen Jahresrückblick gesehen bisher und ich habe auch nicht vor, das noch zu ändern. Ich finde diese Shows, die man im Dezember auf so ziemlich jedem Sender findet und auf manchen sogar mehrfach, in der Regel einfach nervig. Und überflüssig. Und man weiß doch sowieso, welche Themen dort vorkommen. In diesem Jahr dürfte die Weltmeisterschaft und der damit verbundene Titel wohl großen Raum einnehmen. Und dabei auch ein ganz bestimmtes Interview, nämlich das von Boris Büchler mit Per Mertesacker nach dem Achtelfinalspiel gegen Algerien.

Ich habe in meiner WM im Web-Reihe im Juli dieses Interview kurz thematisiert. Ich schrieb dort, ich sei mir sicher, dass er schon in dieser Stimmung und so geladen gewesen war, bevor das Interview anfing, dass er sich innerlich selbst über das Spiel noch ärgerte. Ich war der Meinung, dass er sich anders hätte verhalten können und Büchler bloß die richtigen kritisichen Fragen gestellt hat, die ich an dieser Stelle erwarte.

Die ZEIT hat nun Büchler und Mertesacker zusammengebracht und diskutiert in einem Interview mit den beiden über eben jenes Interview. Witzig finde ich daran zuerst einmal, dass Mertesacker und Büchler genau meine Eindrücke bestätigen; Mertesacker sagt, er sei völlig platt gewesen und habe natürlich genau gewusst, dass das Spiel nicht gut war, Büchler sagt, Merte habe vor Wut vor dem Interview in eine Werbebande getreten, war also schon „in diesem Aggregatzustand“, bevor das Interview überhaupt begonnen hatte.

Interessant ist dieses Gespräch aber vor allem, weil man ein wenig mehr darüber erfährt, wie das eigentlich so abläuft in der Mixed-Zone nach einem Spiel. Beziehungsweise schon während des Spiels. Die Reporter müssen nämlich, jedenfalls bei einer WM, bis zur 70. Minute bei der FIFA anmelden, mit wem sie sprechen wollen, das hätte ich so gar nicht erwartet. Ich war immer der Meinung, die Spieler gehen da durch und wer „Lust und Zeit hat“, bleibt halt für ein Interview stehen.

Interessant ist es, weil sich beide insoweit „einsichtig“ zeigen, als dass sie sagen, keiner von ihnen hatte Recht. Büchler erklärt, seine Frage habe „wenig Charme“ gehabt, aber er hat in diesem Fall nur 90 Sekunden Zeit und will nun einmal dem Zuschauer zuhause etwas inhaltsvolles präsentieren. Mertesacker sagt, Büchler hatte sicher den objektiveren Blick, steht aber dazu, und das finde ich wiederum auch stark, wie er damals geantwortet hat.

Interessant ist es, weil man ein wenig mehr über das Miteinander von Reportern und Spielern erfährt. Dass sich Büchler und Mertesacker privat und seit Mertesackers Rücktritt aus der Nationalmannschaft auch öffentlich duzen, dass Büchler Mertesacker sehr schätzt, weil er sich gut ausdrücken kann. Büchler erklärt auch ein wenig, wie er Interviews führt: “ Ich mache konfrontative Interviews nicht mit Leuten, die 21 sind und in ihrem ersten Länderspiel ein Eigentor geschossen haben. Da wäre ich ja ’ne arme Wurst. Ich rede so mit Per, weil wir rhetorisch gleich stark sind.“ Und er übt ein wenig Kritik an „Medienjournalisten“, wie er sie nennt, die sich über die inhaltsleeren Fragen der TV-Reporter am Spielfeldrand beschweren. Was er an der Stelle sagt, nehme auch ich mir in gewisser Weise an, die ich mir auch oft sinnvollere, kritischere Fragen wünsche – vielleicht ohne zu bedenken, dass die Spieler, die gerade 90 Minuten auf dem Platz gestanden haben, gar nicht unbedingt in der Lage sind, komplizierte Fragen zu durchdringen und angemessen zu beantworten, weil sie erst einmal in den „Gesprächsmodus“ umschalten müssen.

Interessant ist das Interview, weil es in gewisser Weise eine Metaebene darstellt, auf der über die Interviewkultur im Fußball gesprochen wird. Zwei sympathische Herren, die auch damit leben könnten, wenn ihnen dieses gemeinsame Interview nun bis an’s Ende ihrer Tage anhängt. Sehr lesenswert und auf jeden Fall empfehlenswerter als der dreißigste Jahresrückblick!

© Sebastian Arlt

Fußball „Mit Picke“!

Seit Wochen schon will ich euch eine ganz besondere App vorstellen (daher sind die Screenshots auch schon was älter), jetzt, am heutigen 14. Spieltag, komme ich endlich dazu, diesen lange geplanten Post zu verfassen.

Von der App „Mit Picke“ hatte ich schon auf Twitter viel gehört, konnte mir aber nie so recht vorstellen, wie das genau funktionieren soll. Als ich mein Tablet hatte, war diese daher eine der ersten Apps, die auf das Gerät wanderte und von so ziemlich der ersten Minute an war ich ziemlich begeistert.

Zunächst mal zu den Fakten: Mit Picke ist eine App der FUNKE Digital Gruppe. Im Speziellen ist daran der Westen, das Internetportal der Zeitungen der Funke Mediengruppe (WAZ, NRZ, WR, WP, IKZ und RevierSport) beteiligt bzw. wird von deren Sport-Redaktionen betrieben.

Die App stellt die besten, witzigsten und lustigsten Geschichten rund um den Fußball zusammen. Die Auswahl erfolgt dabei durch die Sportredakteure und -journalisten, keine Maschinen, keine Algorithmen oder ähnliches. Die Themen reichen von Spielbewertungen über Trainerentlassungen bis hin zu rappenden Fußballern oder aktuellen Social Media Trends wie den Weihnachtsfußballern.

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Jedes Thema, jede Geschichte, wird auf vielfältige Weise dargestellt: Unterhalb eines großen Titelbildes gibt es Links auf Artikel aus den eigenen Redaktionen, aber auch von verlagsfremden Medien, ergänzt durch Facebook-Einträgen, Tweets, Videos und Blogbeiträgen. Dabei tauchen diese Verweise eben nicht als bloße URL-Links auf, sondern in der App selbst gibt es die Vorschau auf einen Artikel oder den gesamten Tweet.

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Durch einen Klick auf einen Beitrag landet man entweder im Browser des Smartphones/Tablets auf dem entsprechenden Artikel, bei Tweets und Facebook-Einträgen wird gefragt, ob der Eintrag im Browser oder der entsprechenden App geöffnet werden soll (so sie installiert ist). Mit dem „Teilen“-Button können alle Beiträge per Mail und in den sozialen Medien geteilt werden.

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Die App ist schlicht und schnörkellos und in ihrer Bedienung sehr einfach zu handhaben. Jede Geschichte beginnt miteinem Titelbild, die einzelnen Beiträge sind darunter sortiert, sodass man einfach von oben nach unten scrollen kann. Um zur nächsten oder zur vorherigen Geschichte zu gelangen, genügt ein Wischen auf dem Display nach links oder rechts. Oben im Titelbild ist erkennbar, bei welcher Geschichte man sich gerade befindet und man kann von dort aus auch auf das Inhaltsverzeichnis zugreifen, über das man bestimmte Geschichten gezielt ansteuern kann. In der Regel sind um die 16 Geschichten in der App verfügbar. Ältere Geschichten rutschen meistens weiter nach hinten und irgendwann raus, einige werden jedoch auch länger auf den vorderen Plätzen gehalten. Nach welchem System das genau funktioniert, ist nicht ganz klar.

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Ich habe die App auf dem Tablet und muss sagen, dass ich sie dafür perfekt finde. So ist die Größe genau passend, um Bilder und Videos gut erkennen zu können und wenn ich mal einen der eingebetteten Artikel im Browser lesen will, ist die Schriftgröße wunderbar. Auf dem Smartphone wäre mir alles zu klein und fitzelig, das liegt aber natürlich auch daran, dass mein Handy nicht das größte ist.

Die App greift aktuelle Themen und Ereignisse auf, so gibt es jede Woche die Elf des Spieltages und die Elf, denen nicht allzu viel gelungen ist. Aber auch Themen, die im Fußballalltag andernorts weniger Beachtung finden, werden hier behandelt, sei es der Werdegang des Bruders von Pierre-Emerick Aubameyang oder Geschichten aus dem Amateurfußball. Ergänzt wird das durch die bereits oben erwähnten Trend wie die #Weihnachtsfußballer, der Running Gag um Marco Reus und den TSV Winsen oder, passend zum „Weltbodentag“, die Schwalbenkönige der Fußball-Historie.

Interessante Informationen und gute Unterhaltung aus der weiten Welt des Fußballs in handlicher Form auf Smartphone oder Tablett – wer sowas sucht, sollte sich ganz schnell diese App runterladen. Die App gibt es kostenlos für Android- und Apple-Geräte.

Der Weg des BVB und die Haltung seiner Fans

Lieber BVB,

das gestern war ja wohl nix. Also, so gar nix. In etwa genau so wenig wie die 2. Halbzeit gegen Paderborn am letzten Samstag. Aber ich schätze mal, das wisst ihr selbst auch ziemlich gut.

BVB_22_26.11.14_vs Arsenal

Vor dem Spiel habe ich gestern Nachmittag einen Artikel der Süddeutschen gelesen, den ich am liebsten gleich von vorne bis hinten zerpflückt hätte. Allein die Aussage, außer Watzke habe wohl niemand beim BVB den Ernst der Lage verstanden, zeigt schon, wie wenig Herr Röckenhaus seinerseits den BVB versteht. Aber sei’s drum.

Dann kam das Spiel. Es war schlichtweg nicht gut. Nicht gut genug. Dennoch haben die etwa 4000 mitgereisten Fans hinterher gesungen, die Mannschaft beklatscht und diese hat sich, wie es sich gehört, in der Kurve bei ihnen dafür bedankt. Wie es Usus ist, im Fußball und vor allem beim BVB. So wie es nach den ganzen letzten Spielen der Fall war. Und auf Facebook und Twitter gab es dann Diskussionen genau darum.

Ich weiß nicht, wie Matthias Dersch diese Frage gemeint hat, ob sie ironisch gemeint war, missbilligend oder anerkennend. Es geht hier auch gar nicht um ihn, es geht um diese Tatsache, die er da in seinem Tweet benennt und die zu durchaus sehr unterschiedlichen Antworten geführt hat und die auch an anderer Stelle diskutiert wurde.

Wenn nach einer Niederlage, nach einem schlechten Spiel, die Mannschaft von Heim- oder mitgereisten Fans bejubelt und beklatscht wird, dann unterstelle ich, dass die Mannschaft genau weiß, dass sie nicht für, sondern trotz ihrer Leistung bejubelt wird. Dass die Spieler selbst am besten wissen, wann sie eine schlechte Leistung abgeliefert haben, dass es sie selbst am meisten ärgert und dass sie wissen, dass sie sich nicht auf der fortwährenden Unterstützung der Fans ausruhen können nach dem Motto, ‚die jubeln ja eh, dann brauchen wir uns ja gar nicht mehr anzustrengen‘. Und auch die Fans wissen das, erkennen, ob ein Spiel gut oder schlecht war (das spiegelt sich ja nicht immer auch im Ergebnis wieder) und jubeln nicht einfach wild drauf los (außer vielleicht denjenigen, die immer noch denken, böse Mächte oder der Fußballgott hätten da ihre Hände im Spiel gehabt, dem BVB die ganzen Verletzungen geschickt und nur deswegen steht der Verein momentan so schlecht da).

Auch die Fans werden kritischer und natürlich muss und darf man als Fan Kritik äußern, ohne deswegen gleich als ‚Erfolgsfan‘ ‚beschimpft‘ zu werden. Natürlich darf man die Dinge beim Namen nennen und es ist nunmal so: Es sind nicht die bösen Mächte oder einfach nur Pech, die zu dieser Situation geführt haben, sondern zu einem großen Teil hat sich die Mannschaft das selbst zuzuschreiben. Aber ihr deswegen jetzt die Unterstützung versagen? Zu schweigen im Stadion, kein Wort zu sagen, nicht zu singen und zu jubeln (wie gestern bei den Arsenal-Fans festzustellen war: You don’t even sing when you’re winning), vielleicht sogar zu pfeifen, offen zu zeigen, wie wenig man von den Leistungen und Ergebnissen und von der Mannschaft hält? Das bringt doch gar nichts. Wenn eine Mannschaft die eigenen Fans nicht mehr hinter sich weiß, vielleicht sogar gegen sie spielen muss, wie soll es dann besser werden?

Zumal eine Mannschaft wie der BVB. Die seit Jahren auf die treue Unterstützung ihrer Fans bauen kann. Als Jürgen Klopp nach dem verlorenen DFB-Pokalfinale im Mai sinngemäß so etwas sagte wie, der BVB sei anders als andere Mannschaften (respektive Bayern München) und das sei gut so, da sei man zu Recht stolz drauf, da haben ihm alle zugestimmt, diese Worte wurden sehr positiv aufgefasst. Und ja, der BVB ist anders: Gerade von den Bayern kennt man es, wo die erfolgsverwöhnten Fans schon ein Unentschieden als Niederlage auffassen, pfeifen und das Stadion von Spielende verlassen. Die Schalker haben bereits (wieder einmal) ihren Trainer entlassen, obwohl sie punktemäßig in der Bundesliga um einiges besser dastehen. Beim BVB gibt es weder das eine noch das andere.

Daraus aber zu schließen, dass man beim BVB nicht versteht, wie ernst es um sie bestellt ist, dass man die Lage verkennt und völlig entspannt einfach so weiter macht wie bisher, ist völliger Blödsinn – egal, ob er von Fans oder von Journalisten geäußert wird. Das hat auch Watzke am Sonntag und Montag bei der Mitglieder- und der Aktionärsversammlung betont. „Wir sind nicht gelassen. Aber wir bewahren die Ruhe.“ Er hat sehr deutliche Worte gefunden, hat Kritik geübt und Forderungen gestellt: Wer meint, man könne Fußball verwalten, sagte er, sei bei Borussia Dortmund an der falschen Adresse. Blut, Schweiß und Tränen wolle er sehen, denn der Weg des BVB sei schon immer von mehr Schweiß getränkt als anderswo, das zeichne den Verein aus und das sei es, weswegen die Menschen im Ruhrpott sich mit ihm identifizieren. Große Worte, ein bisschen pompös – aber zutreffend. Und fast im gleichen Atemzug hat Watzke auch die Unterstützung durch und den Zusammenhalt in der BVB-Familie gelobt.

Und das ist der einzig richtige Weg. Wenn ich Kommentare lese, die darauf abzielen, es gehe alles den Bach runter, es müsse endlich was getan werden, die Mannschaft kämpfe nicht, Klopp finde keine Mittel, etc. pp – wie kann ich mir als Fan, als jemand, der den Verein mag, vielleicht liebt, der aber immer, immer aus einer außenstehenden Position beobachtet, anmaßen zu glauben, dass innerhalb der Vereins nicht alles Menschenmögliche getan wird? Wie kann ich, als Fan des BVB, schreiben, die Mannschaft schuldete ihren Anhängern eine Siegesserie?

Der Verein schuldet mir gar nix. Wenn mir nicht passt, was dort läuft, kann ich doch gehen, mir einen neuen Lieblingsverein suchen oder auch nicht. Genau so wenig wie ich dem Verein etwas schulde. Aber wenn man (s)einen Verein liebt, dann steht man auch und gerade in schwierigen Zeiten dazu. Dann übt man Kritik, dann spricht man an, was schief läuft, und tut als Fan und Zuschauer seinen Teil dazu, dass es wieder besser geht. Dieser Anteil ist vielleicht gering, denn letzten Endes muss die Mannschaft selbst einen weg raus finden. Aber man zweifelt nicht daran, dass die Mannschaft dies vielleicht nicht tut. Man maßt sich nicht an, besser Bescheid zu wissen, als Trainer, Spieler und sonstige Verantwortliche, denn das kann man nicht.

Interessant ist aber, dass unter den Fans vor allem zwei Lager existieren: Diejenigen, die mit „Echte Liebe“ jegliche Kritik abschmettern und gar nicht zulassen, und diejenigen, die lautstark kritisieren, Mannschaft, Trainer und den gesamten Verein, die fordern, die besser wissen und die „Echte Liebe-Fans“ mundtot machen wollen. Keines davon halte ich für richtig.

Ich finde es gut und richtig und wichtig, dass die BVB-Fans im Stadion nach wie vor offen ihre Sympathie und Unterstützung zeigen. Ein Pfeifkonzert würde nichts besser machen. Öffentliche Wutausbrüche oder gegenseitige Beschuldigungen seitens des Trainers oder anderer Verantwortlicher auch nicht. Ich glaube, es kann nur über diesen Mittelweg gehen: Kritik ja, natürlich, in angemessener und konstruktiver Form, und dennoch weiterhin Unterstützung. So, wie es Watzke in seinen Reden getan hat (Mitgliederversammlung | Aktionärsversammlung). Das ist für mich der Weg des BVB und der einzige, auf dem man aus dieser Situation wieder rauskommen kann.

BVB_23_26.11.14_vs Arsenal© Borussia Dortmund

gedENKEn – Ausstellung zum 5. Todestag Robert Enkes

Heute ist der 10. November und damit der Tag, an dem sich vor fünf Jahren Robert Enke das Leben genommen hat. Schon letztes Jahr und einige weitere Male seitdem habe ich hier darüber geschrieben, wie wütend und gleichzeitig traurig mich das macht: Dass Robert Enke diesen Schritt gegangen ist, weil er keinen anderen Ausweg mehr sah, dass auch Andreas Biermann im Juli dieses Jahres fühlte, diesen Schritt gehen zu müssen, und dass einfach nicht genug getan wird dafür, das Thema Depressionen (insbesondere im Fußball) zu enttabuisieren, nicht genug Vorsorge geleistet und Betroffenen nicht genug Hilfestellung gegeben wird.

Die Robert-Enke-Stiftung tut all dies. Die Stiftung, die 2010 vom DFB, dem DFL und Hannover 96 gegründet wurde und für die Robert Enkes Witwe Teresa als Vorstandsvorsitzende tätig ist, hat es sich zum Ziel gesetzt, zur Aufklärung, Erforschung und Behandlung von Depressionen beizutragen. Sie fördert Projekte und Studien, führt Tagungen und Seminare durch und unterstützt andere Einrichtungen, die ebenfalls diesen Aufgaben nachgehen – sowohl für den Bereich der Depressionen als auch für Herzkrankheiten von Kindern, was ein Wunsch von Teresa Enke war. (Lara, Tochter von Teresa und Robert Enke, wurde 2004 mit einem Herzfehler geboren. Sie starb 2006).

Die Stiftung ist vor allem im Bereich Öffentlichkeitsarbeit aktiv und will gezielt Depressionen im Leistungssport thematisieren – ein Gesellschaftsbereich, an dem die immer besser werdende Betreuung und Versorgung psychisch Kranker in Deutschland vorbeizugehen scheint.

Im Rahmen dieser Ziele und anlässlich des 5. Todestages Robert Enke am 10. November veranstaltet die Stiftung zusammen mit dem Landesmuseum in Hannover eine Aufklärungs- und Erinnerungsaustellung unter dem Motto „gedENKEn“. Es werden viele persönliche Ausstellungsstücke und Gegenstände aus Teresa Enkes Privatbesitz gezeigt, Trikots von Enkes Zeit in Lissabon, Barcelona, Teneriffa und Hannover, Medaillen und sportliche Auszeichnungen, aber auch private Fotos und Enkes Abiturzeugnis. In der Erlebnisausstellung „GRENZen erLEBEN“ sollen Besucher erleben, wie es ist und wie es sich anfühlt, an einer psychischen Erkrankung zu leiden. (Ausführlichere Informationen hier)

Hervorragend finde ich persönlich die Möglichkeit, die Ausstellung auch virtuell zu erleben. Fotos von Ausstellungsgegenständen können online angesehen werden, zu vielen Stücken gibt es schriftliche Erläuterungen von Teresa Enke. Wenn es möglich gewesen wäre, hätte ich mir die Ausstellung gerne „live“ angesehen, so habe ich mich aber am Wochenende immerhin in aller Ruhe durch die Bilder klicken können. Eine sehr schöne Einrichtung!

Die Ausstellung läuft seit dem 07. November im Landesmuseum Hannover. Beschlossen wird sie am 11. November um 19 Uhr mit einer Podiumsdiskussion unter dem Thema „Robert Enke – unser Freund und Torwart“ mit Jupp Heynckes, Marco Villa und Ronald Reng. Die Diskussion wird auch online als Livestream verfügbar sein.

Depressionen im Leistungssport – wenn man sich die Liste ansieht derer, die davon betroffen sind/waren, von Sebastian Deisler über Enke, zu Markus Miller, Andreas Biermann, Ralf Rangnick mit Burn-Out, dann fragt man sich schon, warum das Thema noch immer nicht die Aufmerksamkeit bekommt, die es einfach braucht! Ja, viele/alle Vereine haben mittlerweile einen Psychologen mit an Bord, aber reicht das, dem ein Büro zu geben und den Spielern zu sagen, geht zu ihm hin, wenn ihr Probleme habt?

Reihenweise lese und höre ich, dass sich seit Enkes Tod, nach dem von vielen Seiten viele Versprechungen und Verbesserungsvorschläge gemacht wurden, nur wenig verändert hat. Mein Gefühl ist auch, dass Depressionen in der Gesellschaft an sich immer mehr an Akzeptanz gewinnen, dass sich das Wissen durchsetzt, dass Depressionen eine Krankheit sind, unter der Betroffene stark leiden, von der sie aber auch wieder geheilt werden können. Im Fußball (oder im Leistungssport allgemein) sind sie aber noch immer ein Tabu.

Die Robert-Enke-Stiftung tut viel, um diesen Zustand zu ändern. Und das ist gut und wichtig. Diese Ausstellung ist nur ein Teil ihrer Arbeit – aber Öffentlichkeit und Aufmerksamkeit auf das Thema Depressionen im Sport zu lenken, ist zunächst wohl eine der wichtigsten Aufgaben überhaupt, die mit dieser Ausstellung und den begleitenden Veranstaltungen wunderbar erfüllt wurde.

NACHTRAG: Die Aufzeichnung der sehr guten Podiumsdiskussion von gestern Abend kann man in der Mediathek des NDR noch nachschauen.

Weitere empfehlenswerte Artikel:

Warum hast du nichts gesagt, Robert?“ – von Andreas Bergmann (damals Trainer bei H96), Zeit

‚Achtet aufeinander‘“ – von Holger Luhmann und Paul Willmann, Sport1

Robert und ich“ – von Florian Fromlowitz (Enkes Nachfolger im Tor be H96), 11 Freunde

Der Angstgegner“ – von Ronald Reng, SZ Magazin

Spieler machen 11 Freunde

„11 Freunde müsst ihr sein“ – den Spruch aus dem Fußball kennt wohl so ziemlich jeder. Nicht jeder, aber doch vielleicht einige, werden „11 Freunde“ kennen, das „Magazin für Fußballkultur“. Darin geht es in der Regel nicht vorrangig um Spielergebnisse, sondern um die Geschichten dahinter und den Blick hinter die Kulissen.

Dazu passt auch die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift. Die ist nämlich ausschließlich von Fußball-Profis erstellt worden. 73 von ihnen haben Texte geschrieben, Interviews geführt, Fotos gemacht und unter der Regie der Chefredakteure Thomas Hitzlsperger, René Adler und Andreas Beck wurde daraus die November-Ausgabe.

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Darin interviewt Philipp Lahm Sky-Reporter Uli Köhler, Benedikt Höwedes die Beatsteaks und Simon Rolfes schreibt über Geldanlagen, Erik Durm über seinen WM-Sommer in Brasilien. Timo Hildebrand berichtet über mediale Shitstorms, Ron-Robert Zieler von einer ganz gewöhnlichen Woche im Leben eines Bundesliga-Profis, Atsuto Uchida von den Unterschieden zwischen der deutschen und der japanischen Kultur. Gemixt sind diese Berichte mit Fotostrecken von Aussichten von Spielern aus dem Hotelfenster, Marco Reus kehrt auf seinen ersten Fußballplatz zurück, fünf Spieler geben ihre Lieblingssongs preis und vier andere erzählen von ihren Fifa 15-Strategien an der Konsole.

Das Heft ist absolut gelungen und sehr, sehr lesenswert! Ein sehr interessanter Einblick in das Leben und teilweise in die Köpfe der Fußballer, eine wunderbare Idee für eine etwas andere Zeitschrift. Eine gute Auswahl an Autoren, dass da kein Boateng oder Özil dabei ist, überrascht jetzt nicht sonderlich. Es sind eher die Spieler, die man sowieso als die etwas „feingeistigeren“ wahrnimmt – und dennoch sind die Ansichten eines Sebastian Kehl oder eines Simon Rolfes sehr spannend. Eine absolute Leseempfehlung an alle Fußball-Interessierteren.