Gartenliebe.

Je länger ich nicht mehr zuhause wohne, desto mehr liebe ich unseren Garten. Das ist wohl so ein klassischer Fall von „man lernt erst zu schätzen, was man nicht mehr hat“. Der Garten war immer eine Selbstverständlichkeit: Im Sommer barfuß aus der Küchen- oder der Wohnzimmertür nach draußen, eine große Rasenfläche zum Spielen oder in-der-Sonne-liegen, Blumen, Pflanzen, Beete, die Kaninchen in ihren Ställen, früher noch Rutsche und Schaukel… Das war wie ein kleiner Spielplatz direkt vor der Haustür und im Sommer haben wir so viel Zeit dort draußen verbracht. „Gartenliebe.“ weiterlesen

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Mobil

Semesterferien sind was Tolles. Dachte ich mal. Man geht nicht zur Uni, man hat viel Freizeit, man kann ganz viel schaffen. Dachte ich mal. Das war in etwa vor Beginn meines (ersten) Studiums. Mittlerweile bin ich natürlich eines Besseren belehrt worden – und dennoch habe ich mir auch für diese Ferien wieder eine lange to do-Liste geschrieben. Die noch immer zum größten Teil unbearbeitet ist, denn ich war gefühlt einfach ständig unterwegs. „Mobil“ weiterlesen

Alles anders.

Zur Zeit werden hier in NRW Abiturklausuren geschrieben. Ich bin zwar durchaus froh, dass ich das hinter mir habe, aber dennoch weckt es einige Erinnerungen an diese Zeit vor vier Jahren, wenn Bruder 2 hier mit Lernsachen das Wohnzimmer bevölkert, beim Abendessen auf einmal über das BIP referiert oder sich morgens zur Klausur in die Schule verabschiedet. Vier Jahre liegt das Abitur bei mir zurück, eigentlich gar nicht so lange, aber es kommt mir doch wie eine Ewigkeit vor und als sei in der Zwischenzeit unheimlich viel passiert.

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Die unendliche Geschichte vom Bau eines Einkaufszentrums

In zentraler Lage in der Innenstadt gab es früher mal das Magnus-Kaufhaus, in dem man so ziemlich alles kaufen konnte, was man auch nur irgendwie gebrauchen könnte. Einen Friseur gab es da auch, bei dem es immer kleine Kirsch-Lollies gab, wenn man wieder ging, und ein Café, in dem wir ab und an mal einen Kakao getrunken haben, wenn wir mit Mama in der Stadt waren. Das Kaufhaus ging 2003 insolvent, einige Jahre wurde das Gebäude noch als Outlet-Center genutzt, bis es wegen Asbest schließlich abgerissen werden sollte. Das war 2009. Das ’sollte‘ ist wichtig in diesem Zusammenhang, denn tatsächlich fand der Abriss erst 2011 statt.

Nun gut, nachdem viele verschiedene Pläne und Konzepte verworfen worden waren, die Stadt sich geweigert hatte, das Gelände zu kaufen, wurde 2009 ein Käufer für das Gelände gefunden, der dort ein Top Center mit verschiedenen Einzelhändlern bauen wollte. Man beachte auch hier das ‚wollte‘. Eröffnung Ende 2010 – verstrichen. Beendigung des Neubaus Mitte/Ende 2011 – verstrichen. November 2011: Media Markt soll Ankermieter werden, das Einkaufszentrum Weihnachten 2012 eröffnet werden – verstrichen. Der Baubeginn hinge von der Vermietungsquote ab, hieß es. Anfang 2014 wurde ein neuer Ankermieter gefunden und auch ein Café sollte einziehen.

Und jetzt? Jetzt sieht das Gelände noch immer mehr oder weniger aus wie direkt nach dem Abriss 2011. Seit Jahren blickt man, wenn man im südlichen Teil der Innenstadt unterwegs ist, unweigerlich auf Bauzäune, hinter denen in dieser Zeit wenig bis gar nichts passierte. Und gestern dann die Nachricht, dass der Ankermieter abgesprungen und die Verträge aufgelöst worden seien. Kein Wunder, wenn man als Modehaus nicht planen kann, wann man denn nun tatsächlich in das Einkaufszentrum einziehen kann.

Das Drama geht also weiter. Eine derartig große, brach liegende Fläche, umringt von Bauzäunen, deretwegen aktuell auch noch die Parkplätze ringsherum gesperrt sind, sieht zum einen schlicht nicht schön aus – zum anderen beklagen umliegende, zumeist kleinere, inhabergeführte Geschäfte schon seit einiger Zeit Umsatzeinbußen bzw. einen Kundenrückgang. Und die Hoffnung, mit einem Top Center als Kundenmagnet wieder mehr Leben in diesen Teil der Stadt zu bringen, ist wohl bei vielen mittlerweile gänzlich erloschen.

Die Stadt redet sich fein raus, sie sei nicht der Eigentümer des Geländes und sie könne dem Eigentümer auch keine Vorschriften machen, wann was zu passieren habe. Die Stadt hat sich aber zuletzt auch im Streit um die Neugestaltung des Christus-Kirchplatzes schon nicht mit Ruhm bekleckert, als sie der Kirchengemeinde, immerhin Eigentümerin des Platzes, vorschreiben bzw. verbieten wollte, diesen für eigene Veranstaltungen jederzeit als Parkplatz nutzen zu können – woran letztlich die Gespräche zwischen Kirche und Stadt und die Umgestaltung des Platzes scheiterten.

Dafür gibt es in der Stadt ja jetzt die Nordstadt-Arkaden – die gar nicht wirklich in der Innenstadt liegen und daher, so finde ich, zum „Shoppen“ (bei dm, Takko oder Expert) eher ungünstig liegen – und einige Straßen sowie der Obere Markt wurden mit neuen, hellen Pflastersteinen versehen, die gar nicht schnell schmutzig geworden sind und bei Sonne auch überhaupt nicht blenden. (*Ironie aus*).

Zurück zum Magnus-Gelände: Das ursprünglich geplante Konzept mit Einzelhandelsobjekten sei nicht realisier- und finanzierbar gewesen, erklärte der Investor jetzt. Mittlerweile weiß ich persönlich gar nicht mehr, ob ich dort überhaupt ein neues Gebäude sehen möchte oder ob man nicht viel schneller und schöner eine Grünfläche bzw. einen kleinen Park dort hinsetzen könnte. Oder Wohnungen baut – seniorengerechte Wohnungen in zentraler Lage gibt es beispielsweise schon ein Stückchen dieselbe Straße hinauf und die wurden, soweit man weiß, sehr gut angenommen.

Dieses Video habe ich gefunden, als ich gestern ein wenig zu diesem Thema gegooglet habe. Dass das Video schon zwei Jahre alt ist, ist in diesem Fall tatsächlich völlig egal, denn es ist immer noch genauso aktuell wie damals. Dass auf diesem Gelände tatsächlich jemals noch irgendetwas gebaut wird, glaube ich, jetzt noch mehr denn je, erst dann, wenn ich das fertige Ding vor mir sehe.

Eine (ziemlich lange) Chronologie zu diesem Thema, die allerdings nur die Ereignisse bis Februar 2013 berücksichtigt, gibt es in diesem alten Artikel der IVZ zu lesen (nur zugänglich mit Anmeldedaten).

Wechselhaft

… ist hier im Moment nur das Wetter. Am Sonntag habe ich in einer Regenpause bei Sonnenschein einige, wie ich finde, sehr schöne, Aufnahmen machen können. Gestern habe ich  bei zwar bewölktem, aber immerhin durchgehend trockenem Wetter einen ganzen Nachmittag mit Emma ganz viel Frischluft getankt. Und heute war wieder alles grau in grau und nass.

Ich habe heute endlich die Hausarbeit abgegeben, sodass das Thema nun vom Tisch ist. Jetzt heißt es „nur“ noch lernen für die Klausur am Dienstag, aber ich liege ganz gut im Plan, das wird schon werden. Und morgen in einer Woche geht’s dann nach Hause! :)